Politik

Ex-Staatschef kontrollierte Firmen Ben-Ali-Clan zweigte viele Milliarden ab

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Ben Ali im November 2009.

(Foto: REUTERS)

Die Summe ist gewaltig: Rund 50 Milliarden Dollar veruntreut der Clan des gestürzten tunesischen Präsidenten Ben Ali. Der Weltbank zufolge kontrollierte die Familie mehr als 200 Unternehmen.

Der ehemalige tunesische Präsident Zine al-Abidine Ben Ali und sein Umfeld haben sich der Weltbank zufolge zu Regierungszeiten fast ein Viertel der Gewinne der Privatwirtschaft in die eigene Tasche gesteckt. Ben Ali hatte sich 1987 als Premierminister an die Macht geputscht und war bis zu seinem Sturz im Januar 2011 Präsident des Landes.

Über ein Netzwerk an Unternehmen, das direkt unter Ben Alis Kontrolle stand, soll der Clan in den über 20 Jahren seiner Macht so bis zu 50 Milliarden Dollar abgezweigt haben. Der Weltbank zufolge wurden 21 Prozent der Profite des Privatsektors veruntreut. Der Bericht listet 220 Firmen auf, die unter der Kontrolle des früheren Präsidenten und seiner Familie standen, darunter aus der Telekommunikation, der Bauindustrie, der Auto- und der Nahrungsmittelbranche.

Ben Ali war Mitte Januar 2011 gestürzt worden. Die Revolution in Tunesien löste damals den Arabischen Frühling aus, in dem sich die Menschen in mehreren arabischen Ländern gegen ihre autokratische Führung auflehnten.

Ben Ali floh mit seiner Frau und seinen drei Kindern nach Saudi-Arabien. In Tunesien wurde er in Abwesenheit in zwei Verfahren jeweils zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Quelle: n-tv.de, jga/AFP

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