Politik

Vor US-Präsidentschaftswahl Biden hat nötige Stimmen für Kandidatur

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Demokrat Joe Biden will im November Präsident der USA werden.

(Foto: AP)

Einen richtigen Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten gab es zuletzt wegen der Corona-Pandemie nicht mehr - dennoch gibt es einen Gewinner: Joe Biden, ehemaliger Vize-Präsident der USA, hat die nötigen Stimmen für eine Nominierung in der Tasche. Der Rest ist Formsache.

Der Demokrat Joe Biden hat sich nach eigenen Angaben die nötigen Stimmen für die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei gesichert. Damit kann es nun als sicher gelten, dass er bei der Wahl am 3. November für die Demokraten gegen den Republikaner Donald Trump antreten wird, der sich um eine zweite Amtszeit bemüht.

Biden erklärte in der Nacht, mit den Erfolgen bei den jüngsten Vorwahlen habe er sich nun mehr als die nötigen 1991 Delegiertenstimmen für die Nominierung der Partei gesichert. "Es war eine Ehre, mit einer der talentiertesten Gruppen von Kandidaten zu konkurrieren, die jemals für die Demokratische Partei angetreten sind", erklärte Biden. Er sei stolz, dass die Partei geeint in die Wahl ziehe. "Ich werde jeden Tag bis zum 3. November dafür kämpfen, mir die Stimmen von Amerikanern überall in diesem großartigen Land zu verdienen, damit wir gemeinsam die Schlacht um die Seele dieser Nation gewinnen und sicherstellen können, dass wir beim Wiederaufbau der Wirtschaft jeden mitnehmen."

Er werde sich als Präsident darum bemühen, das Land nach den polarisierenden Jahren unter Trump zu einen, versprach Biden. Er werde die Wirtschaft stärken und für Chancengleichheit kämpfen, erklärte der 77-Jährige weiter. Biden war zuletzt unter Präsident Barack Obama Vizepräsident gewesen. Biden galt nach dem Ausscheiden seiner Mitbewerber bereits als designierter Kandidat der Demokraten. Nun hat er auch die nötigen Stimmen für die Nominierung - und dürfte bei den noch ausstehenden Vorwahlen sicher noch dazugewinnen.

Parteitag wegen Corona im August

Am Dienstag hatten die Bundesstaaten Indiana, Maryland, Montana, New Mexico, Pennsylvania, Rhode Island und South Dakota sowie die US-Hauptstadt Washington Vorwahlen abgehalten - mitten in der Corona-Pandemie und der anhaltenden Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt im Land. Biden konnte sich dabei erwartungsgemäß überall durchsetzen. Die nächsten Vorwahlen stehen nach bisheriger Planung am 9. Juni in Georgia und West Virginia an.

Durch die Corona-Pandemie ist der US-Wahlkampf komplett auf den Kopf gestellt. Kundgebungen sind wegen der Ausbreitung des Virus seit Wochen abgesagt. Viele Vorwahlen wurden verschoben, auch der Parteitag der Demokraten wurde von Juli auf August verlegt. Ob und wann wieder große Wahlkampfveranstaltungen stattfinden können, ist unklar. Viele Bundesstaaten haben die Vorwahlen ganz auf Briefwahl umgestellt oder diese Option zumindest deutlich ausgebaut.

Quelle: ntv.de, jug/dpa/rts