Politik

Erschöpfter US-Präsident? Biden nickt bei Klimakonferenz ein

Erst G20-Treffen in Rom, jetzt Klimakonferenz in Glasgow: US-Präsident Biden absolviert derzeit ein straffes Programm. Zum Auftakt der COP26 wirkt der 78-Jährige entsprechend erschöpft. Kameras fangen den Moment ein, in dem Biden kurzzeitig die Augen zufallen. Die Reaktion im Netz ist entsprechend.

US-Präsident Joe Biden hat bei der Eröffnungsveranstaltung der UN-Klimakonferenz COP26 am Nachmittag im schottischen Glasgow sichtbar mit Müdigkeit gekämpft. In einem Video, das auf Twitter kursiert, ist zu sehen, wie dem 78 Jahre alten Präsidenten der Vereinigten Staaten mehrmals die Augen zufallen, während er mit verschränkten Armen eine Rede anhört. Erst als ihn ein junger Mann anspricht, scheint er wieder etwas wacher zu werden. Er klatscht zum Abschluss der Rede, reibt sich aber auch gleich die Augen.

Im Netz sorgten die Aufnahmen für Häme. Der britische Journalist Piers Morgan twitterte: "Nicht der beste Eindruck, wenn sie versuchen, der Welt zu sagen, dass sie aufwachen soll." Amtsvorgänger Donald Trump hatte Biden im vergangenen Präsidentschaftswahlkampf wegen sprachlicher Aussetzer regelmäßig als "Sleepy Joe" ("Schläfriger Joe") verspottet. Damit unterstellte er seinem demokratischen Herausforderer immer wieder mangelnde körperliche und geistige Fitness.

Biden war erst heute aus Rom vom G20-Gipfel zum Auftakt der Konferenz angereist. In seiner Rede rief er die Staats- und Regierungschefs zum Handeln auf. "Wir stehen an einem Wendepunkt der Weltgeschichte", so der 78-Jährige. "Wir haben nur noch ein kurzes Zeitfenster vor uns." Weiter sagte der US-Präsident: "Mit jedem Tag, den wir warten, steigen die Kosten der Untätigkeit."

Zugleich bat Biden um Entschuldigung für den Rückzug seines Vorgängers Trump aus dem Pariser Klimaschutzabkommen. "Ich entschuldige mich für die Tatsache, dass die Vereinigten Staaten unter der letzten Regierung aus dem Pariser Abkommen ausgestiegen sind." Die Vereinigten Staaten würden ihren Teil zum Kampf gegen den Klimawandel beitragen.

Biden verwies darauf, dass er an seinem ersten Tag als Präsident am 20. Januar die Rückkehr der USA zum Klimaabkommen von Paris einleitete. Der Demokrat hat den Kampf gegen den Klimawandel zu einem seiner wichtigsten Ziele erklärt. Biden sieht in der Klimakrise eine existenzielle Bedrohung für die Menschheit.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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