Politik

"Bin Kandidat für Senat" Biden verwechselt mal wieder was

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Joe Biden saß 36 Jahre im US-Senat.

(Foto: AP)

Seit mehreren Jahrzehnten ist Joe Biden im Politikbetrieb unterwegs. Trotz dieser Erfahrung bringt der Anwärter auf die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten bisweilen Dinge durcheinander. Jetzt ist es schon wieder passiert.

Dem für seine verbalen Ausrutscher bekannten US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden sind wenige Tage vor einer wichtigen Vorwahl im Bundesstaat South Carolina weitere Patzer unterlaufen. Bei einem Auftritt in dem südlichen Bundesstaat irrte er sich in dem Amt, um das er sich bewirbt: "Ich heiße Joe Biden, und ich bin demokratischer Kandidat für den amerikanischen Senat", sagte der 77-jährige frühere Vizepräsident.

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Ein Video dieses Auftritts kursiert in den Onlinenetzwerken und löste viel Spott aus. Biden gehörte 36 Jahre lang dem US-Senat an, bevor er von 2009 bis 2017 als Stellvertreter des damaligen Präsidenten Barack Obama amtierte.

Bei einem anderen Auftritt in South Carolina unterlief Biden eine weitere peinliche Verwechslung. Er rühmte seine gemeinsamen Anstrengungen mit Obama für den Beitritt Chinas zum Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 - erwähnte in diesem Zusammenhang aber ein vermeintliches Treffen mit Staatschef "Deng Xiaoping". Deng Xiaoping verstarb bereits 1997. Chinas Staatschef ist seit 2013 Xi Jinping.

Thatcher statt May

Biden sind im Laufe seiner aktuellen Kampagne immer wieder verbale Ausrutscher unterlaufen, die Zweifel an seiner Fitness für die Kandidatur gegen Präsident Donald Trump genährt haben. So verwechselte er etwa im vergangenen Jahr die damalige britische Premierministerin Theresa May mit der früheren Amtsinhaberin Margaret Thatcher. Auch rief er einmal vor Anhängern aus: "Wir ziehen Wahrheit den Fakten vor!" - er wollte wohl "Fiktion" und nicht "Fakten" sagen.

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In den landesweiten Umfragen zu den Präsidentschaftsbewerbern der oppositionellen Demokraten hatte der Ex-Vizepräsident gleichwohl lange geführt. Dann erlitt er aber bei den ersten drei Vorwahlen seit Anfang Februar herbe Schlappen und rutschte auch in den landesweiten Umfragen ab.

Die anstehende Abstimmung am Samstag in South Carolina ist für Biden somit von essenzieller Bedeutung - eine erneute Pleite könnte für den Vertreter des pragmatisch-moderaten Parteiflügels bereits das Ende seiner Präsidentschaftsambitionen bedeuten. Wichtig war es für ihn dabei, bei einer weiteren TV-Debatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber am Dienstagabend neue Patzer zu vermeiden.

Biden hofft in South Carolina auf breiten Rückhalt durch die dort stark vertretene afroamerikanische Wählerschaft. In den ersten Vorwahlen in Iowa, New Hampshire und Nevada hatte der linksgerichtete Senator Bernie Sanders eine Führungsposition im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur erobert. Die Vorwahlen ziehen sich mehrere Monate hin. Den Herausforderer oder die Herausforderin Trumps wollen die Demokraten dann bei einem Parteitag im Juli offiziell nominieren.

Quelle: ntv.de, ino/AFP