Politik

Mit Nasensonde in Klinik Bolsonaro muss künstlich ernährt werden

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Vor der Operation: Braslilens Präsident Bolsonaro Ende August.

(Foto: REUTERS)

Vor einem Jahr wird Brasiliens Präsident im Wahlkampf mit einem Messer verletzt. Mehrfach muss Bolsonaro seitdem auf den OP-Tisch. Weil eine Narbenbruch-Behandlung nicht glatt läuft, liegt er nun mit Nasensonde im Krankenhaus. Ein Jubel-Tweet des Politikers stellt sich als voreilig heraus.

Wegen Komplikationen nach einer Operation muss Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro über eine Nasensonde künstlich ernährt werden. Wie seine Ärzte mitteilten, kann Bolsonaro derzeit keine Nahrung über den Mund aufnehmen. Ursprünglich sollte er bereits am Dienstag aus dem Krankenhaus entlassen werden. Einen neuen Entlassungstermin nannten die Ärzte nicht.

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Noch am Montag hatte der 64-Jährige ein Video von sich auf Twitter veröffentlicht, auf dem er lächelnd durch den Krankenhausflur geht. "Ich ruhe mich nur heute aus, morgen gehe ich wieder arbeiten", erklärte der brasilianische Präsident. Die jüngste Nachricht von seinem Twitter-Konto zeigt ihn hingegen, wie er sehr elend mit Nasensonde in seinem Krankenhausbett liegt. Der Tweet mit dem Kranken-Foto veröffentlicht zugleich die Mitteilung von Bolsonaros Ärzte-Team. 

Bolsonaro musste am Sonntag erneut wegen eines Narbenbruchs operiert werden. Vor genau einem Jahr war er im Wahlkampf mit einem Messer angegriffen und verletzt worden. Der fünfstündige Eingriff in einer Klinik in São Paulo verlief den Ärzten zufolge "erfolgreich", dauerte jedoch zwei Stunden länger als geplant.

Wegen des Eingriffs hatte Bolsonaro seine geplante Teilnahme an einem Krisengipfel zu den verheerenden Waldbränden in der Amazonas-Region abgesagt. Bei dem Treffen im kolumbianischen Leticia bekannten sich die Amazonas-Länder zu einem besseren Schutz des größten Tropenwalds der Welt.

Quelle: n-tv.de, mau/AFP

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