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Russen leisten sich riskantes Manöver Britische Eurofighter wegen TU-95 gestartet

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Die TU-95 können 19 Stunden ohne Unterbrechung in der Luft bleiben.

(Foto: picture alliance / dpa)

Seit dem Ausbruch der Ukraine-Krise kommt es wiederholt zwischen Russland und dem Westen zu militärischen Zwischenfällen. Jetzt müssen erneut britische Abfangjäger aufsteigen, weil sich russische Langstreckenbomber dem britischen Luftraum gefährlich nähern.

Russische Langstreckenbomber haben die britische Armee provoziert. Nach Angaben aus London, hätten sich die TU-95 gefährlich dem Luftraum des Königreichs genähert. Daraufhin seien von zwei Stützpunkten Eurofighter-Kampfflugzeuge aufgestiegen, teilte das Verteidigungsministerium mit. Die russischen Bomber seien über dem Ärmelkanal entdeckt und solange von den britischen Jägern begleitet worden, bis sie das Gebiet verlassen hätten. Den britischen Luftraum hätten die russischen Bomber zu keinem Zeitpunkt verletzt.

Im vergangenen Jahr waren Nato-Kampfflugzeuge Dutzende Male wegen russischer Militärmaschinen in der Nähe von Staaten der westlichen Allianz aufgestiegen. Das sind rund dreimal so viele Einsätze wie 2013. Die Zwischenfälle, die sich nach den Erhebungen des Instituts European Leadership Network (ELN) in der neuen Ost-West-Konfrontation ereignet haben, wurden in London unter dem Titel "Waghalsigkeit - riskante militärische Begebenheiten zwischen Russland und dem Westen 2014" veröffentlicht.

Die russischen Flugzeuge halten sich immer im internationalen Luftraum auf. Die Flüge in der Nähe der Nato-Grenzen werden vom Westen aber als Provokation gewertet. Oft dienen sie dazu, die Reaktion der Luftverteidigung zu testen.

Angesichts der Krise in der Ukraine, wo weite Gebiete im Osten von prorussischen Separatisten beherrscht werden, wird seit Monaten vor einem neuen Kalten Krieg zwischen dem Westen und Russland gewarnt.

Quelle: n-tv.de, ppo/rts