Politik

Unruhen in Gao Bundeswehr riegelt malische Stadt ab

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Seit 2013 beteiligt sich die Bundeswehr an der UN-Mission Minusma in Mali.

(Foto: imago/Markus Heine)

Bei Unruhen in Mali kommt es in den vergangenen Tagen immer wieder zu tödlichen Zwischenfällen. Um die Zivilbevölkerung zu schützen, muss die Bundeswehr einem Bericht zufolge reagieren und steigert dabei ihre "Reputation gegenüber Partnern".

Im westafrikanischen Krisenstaat Mali haben Bundeswehr-Einheiten einem Bericht zufolge aus Sorge vor ethnischen Unruhen die Stadt Gao abgeriegelt. Nach der Ermordung zweier arabischer Jugendlicher sei es in Gao zunächst zu gewalttätigen Unruhen gekommen, berichtete die "Bild am Sonntag". Bewaffnete Demonstranten hätten einen Sicherheitsmann getötet.

Gao liegt im Nordosten des Landes, in dem die Bundeswehr im Rahmen einer UN-Mission stationiert ist. Der Kommandeur der deutschen Truppen, Oberst Aslak Heisner, soll dem Bericht zufolge angeordnet haben, die Zugangsstraßen nach Gao mit gepanzerten Fahrzeugen zu blockieren und so das Eindringen weiterer bewaffneter Milizen in die Stadt zu verhindern. Das Einsatzführungskommando in Potsdam äußerte sich zunächst nicht zu dem Bericht.

Allerdings zitierte die Zeitung Kommandeur Heisner: "In der Stadt haben dann die lokalen Kräfte in Ruhe Zeit gehabt aufzuräumen" Was damit genau gemeint war, blieb offen. Heisner lobte seine Soldaten: "Damit haben wir nachgewiesen, dass das deutsche Kontingent handlungsfähig ist und unsere Reputation gegenüber unseren Partnern deutlich gesteigert. Meine Männer haben hervorragend reagiert."

Der UN-Einsatz Minusma in Mali gilt als der derzeit gefährlichste der Bundeswehr. 1000 Bundeswehrsoldaten sollen gemeinsam mit Einheiten anderer Länder dabei helfen, das Land zu befrieden. Der Norden des Landes geriet 2012 nach einem Militärputsch vorübergehend in die Hände islamistischer und anderer Rebellengruppen, die erst nach einer französischen Intervention zurückgedrängt werden konnten. Die Bundeswehr hatte erst im Dezember die Verantwortung für das Feldlager in Gao von den Niederlanden übernommen.

Quelle: n-tv.de, lou/dpa

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