Politik

Freiwilligendienst soll attraktiver werden CDU will Arbeitslose belohnen

25832309.jpg

Der neue Freiwilligendienst braucht mehr Helfer.

(Foto: picture alliance / dpa)

Dem neuen Bundesfreiwilligendienst (BFD) fehlen 12.000 Helfer. Daher setzt sich die CDU dafür ein, den BFD für Langzeitarbeitslose attraktiver zu gestalten. Demnach sollen Hartz-IV-Empfänger mehr Geld steuerfrei verdienen dürfen.

CDU-Sozialexperten drängen darauf, den neuen Bundesfreiwilligendienst (BFD) für Hartz-IV-Empfänger finanziell attraktiver zu machen. Der Freibetrag, den Langzeitarbeitslose zusätzlich zu ihren Hartz-IV-Bezügen behalten dürfen, solle von derzeit 60 Euro monatlich auf 175 Euro heraufgesetzt werden, erklärten die beiden CDU-Abgeordneten Carsten Linnemann und Peter Tauber. "Wer als Hartz-IV-Empfänger heute am Bundesfreiwilligendienst (BFD) teilnehmen möchte, wird für sein Engagement eher bestraft als belohnt", hieß es weiter.

Den Angaben zufolge wird auch in einem Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags angeregt, den Freibetrag auf 175 Euro anzuheben. Gerade für ältere Arbeitslose könne der neue Freiwilligendienst eine echte Chance sein, denn er stehe im Gegensatz zum Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) Menschen jeden Alters offen, erklärten Linnemann und Tauber. Sie kündigten eine parlamentarische Initiative für die Zeit nach der Sommerpause an.

Bufdis sollen Zivi-Aufgaben übernehmen

Zuvor hatten die "Bild"-Zeitung und bild.de über die Initiative der beiden Politiker berichtet. Demnach fehlen dem BFD bundesweit derzeit 12.000 Helfer.

Seit Anfang des Monats ist mit dem Aussetzen der Wehrpflicht auch der Zivildienst weggefallen. Die Aufgaben der Zivildienstleistenden sollen die Freiwilligen des BFD übernehmen, die für ihre Tätigkeit mit einem Taschengeld von bis zu 330 Euro im Monat und Zuschüssen zum Wohnen und Essen entlohnt werden. Der Dienst kann in sozialen Einrichtungen, aber auch in den Bereichen Sport, Integration oder Kultur geleistet werden. Der BFD tritt neben das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ).

Quelle: ntv.de, AFP

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.