Politik

Sachsen-Anhalt Die neue Regierung

Der neuen Regierung Sachsen-Anhalts werden folgende Mitglieder angehören:

Wolfgang Böhmer (66), Ministerpräsident - Der Medizinprofessor sitzt seit 1990 für die CDU im Landtag. Von 1991 bis 1994 war er erst Finanz-, dann Sozialminister in einer CDU/FDP-Regierung. Nach der Wahlniederlage der Union bei der Landtagswahl 1998 wurde er zum CDU-Landesvorsitzenden gewählt. 2001 avancierte er auch zum Fraktionschef und Spitzenkandidaten. Böhmer wurde am 27. Januar 1936 im sächsischen Dürrhennersdorf geboren. Erst nach dem Mauerfall zog es ihn in die Politik. Zuvor arbeitete er als Arzt, zuletzt jahrzehntelang als Chefarzt der gynäkologischen Abteilung einer Klinik in Wittenberg.

Klaus-Jürgen Jeziorsky (51), Innenminister - Der Elektroingenieur und Finanzkaufmann saß von 1990 bis 2002 für die CDU im Landtag. Im Mai 2001 wurde er zum Landrat des Kreises Schönebeck gewählt. Jeziorsky wurde am 2. Januar 1951 in Beendorf (Sachsen-Anhalt) geboren. Zu DDR-Zeiten arbeitete er nach einem Studium bei der Industrie- und Handelsbank Haldensleben und später bei der Energieversorgung Schönebeck.

Karl-Heinz Daehre (57), Verkehrs- und Bauminister - Der Chemiker ist am Kabinettstisch kein Neuling. Bereits von 1991 bis 1994 war er unter den Ministerpräsidenten Werner Münch (CDU) und Christoph Bergner (CDU) Bauminister. Er gehört dem Landtag seit 1990 an und war von 1993 bis 1998 CDU-Landesvorsitzender. Daehre wurde am 11. Juni 1944 in Langenweddingen bei Magdeburg geboren, wo er bis heute lebt. Bis Anfang der 90er Jahre arbeitete Daehre als Forschungsdirektor im Magdeburger Institut für Lacke und Farben.

Petra Wernicke (49), Agrar- und Umweltministerin - Die Diplom-Agraringenieurin gehörte von 1991 bis 1994 der ersten CDU/FDP-Landesregierung an, zunächst kurz als Bau- und dann als Agrarministerin. Wernicke wurde am 2. März 1953 in Aschersleben geboren. Nach dem Hochschulstudium in Halle arbeitete sie als Bereichsleiterin in einem Volkseigenen Gut im Kreis Hettstedt und als Mitarbeiterin im Rat des Kreises.

Curt Becker (65), Justizminister - Der Jurist war von 1994 bis 2001 Oberbürgermeister seiner Geburtsstadt Naumburg (Saale). Er gehört seit 1967 der CDU an. Becker wurde am 19. Juni 1936 geboren. In Kiel und Tübingen studierte er Rechtswissenschaften. Von 1967 bis 1972 war er Staatsanwalt bei der Zentralstelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen in Ludwigsburg. Von 1972 bis 1980 arbeitete er im Sozialministerium in Stuttgart.

Jan-Hendrik Olbertz (47), Kultusminister - Der Erziehungswissenschaftler ist seit eineinhalb Jahren Direktor der Franckeschen Stiftungen in Halle. Er wurde am 2. Oktober 1954 in Berlin geboren und wuchs in Rostock auf. Seine Karriere führte ihn über Greifswald nach Halle an die Martin-Luther-Universität. Seit 1992 ist er dort ordentlicher Professor für Erziehungswissenschaft. Olbertz gehört keiner Partei an.

Rainer Robra (50), Chef der Staatskanzlei - Der Jurist war von 1990 bis 1994 Justizstaatssekretär in Sachsen-Anhalt und in dieser Funktion maßgeblich am Aufbau des Justizwesens in dem Land beteiligt. Geboren wurde er im Oktober 1951 in Celle. Nach dem Studium in Göttingen und Hamburg arbeitete er zunächst als Richter in Hannover, dann als Staatsanwalt in Celle. 1986 wechselte er in das niedersächsische Justizministerium.

Horst Rehberger (63), Wirtschaftsminister - Der Jurist und Politikwissenschaftler war von 1990 bis 1993 erster Wirtschaftsminister in Sachsen-Anhalt nach dem Mauerfall, musste dann im Zuge der so genannten Gehälteraffäre zurücktreten. Juristisch wurde er später rehabilitiert. Seine politische Karriere begann nach dem Studium früh in Baden-Württemberg, wo er unter anderem Bürgermeister von Karlsruhe war. Im Saarland war er von 1984 an 16 Monate Wirtschaftsminister, später FDP-Fraktionschef im Landtag und FDP-Landeschef. Rehberger wurde am 10. Oktober 1938 in Karlsruhe geboren.

Karl-Heinz Paqu (45), Finanzminister - Der Volkswirt gehört der FDP seit 1999 an und ist deren Vize-Landesvorsitzender. Er studierte in Saarbrücken, Kiel und Vancouver (Kanada), promovierte 1986 und habilitierte 1995. Seit 1996 lehrt er als Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Magdeburg. Zuvor war er unter anderem Leiter einer Forschungsabteilung am Institut für Weltwirtschaft.

Gerry Kley (42), Gesundheits- und Sozialminister - Der Diplom-Biologe ist das jüngste Kabinettsmitglied. Er saß von 1990 bis 1994 bereits für die FDP im Magdeburger Landtag, nachdem er am 1. November 1989 der Partei beigetreten war. In der Wendezeit war er DDR-Volkskammerabgeordneter. Seit acht Jahren ist der FDP-Politiker Stadtrat in Halle und Geschäftsführer eines Büros für Umweltberatung. Kley wurde am 10. Mai 1960 in Eisenach geboren.(dpa)

Quelle: n-tv.de