Politik

Daten über verdeckte Informanten Diebe stehlen sensible LKA-Akten aus Auto

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Der Vorfall beim niedersächsischen Landeskriminalamt löst Kritik bei der Opposition im Landtag aus.

(Foto: imago images / Olaf Döring)

Das Auto eines Kriminalbeamten in Niedersachsen wird aufgebrochen - Diebe stehlen eine Aktentasche, in der sich Unterlagen mit brisanten Daten über V-Leute befinden. Tage später wird die Tasche gefunden. Dabei zeigt sich: Offensichtlich hatten die Behörden Glück gehabt.

Bei einem Einbruch in das Auto eines Beamten des Landeskriminalamtes Niedersachsen sind Akten mit sensiblen Daten über Vertrauensleute der Polizei gestohlen worden. Die Anfang Mai gestohlenen Akten lassen Schlüsse auf die Arbeit des Beamten und die Art seiner Informationsbeschaffung zu. Dies geht aus einem Bericht des Innenministeriums an den zuständigen Landtagsausschuss hervor.

Das Landeskriminalamt nahm zu dem Vorfall zunächst nicht Stellung. Nach dem Bericht des Innenministeriums arbeitet der Beamte, aus dessen privatem Wagen die Aktentasche gestohlen wurde, im Dezernat für operative Informationsbeschaffung und führt dort V-Leute. Die Unterlagen hätten sensible Informationen und Daten enthalten, heißt es in dem Papier.

Angler fischt Akten aus Teich

Die Suche nach den Akten sei zunächst erfolglos verlaufen. Drei Tage nach dem Diebstahl habe ein Angler die Aktentasche in einem Teich südlich von Hannover gefunden. Während persönliche Gegenstände wie Bargeld und EC-Karte des Beamten fehlten, waren die "offensichtlich" nicht gelesenen Unterlagen in der Tasche. Bislang sei ein Sicherheitsschaden für die operativen Maßnahmen des LKA nicht feststellbar, heißt es in dem Bericht.

Die Grünen im niedersächsischen Landtag forderten eine Unterrichtung durch Innenminister Boris Pistorius von der SPD. Nach dem versehentlichen Auffliegen eines V-Mannes beim niedersächsischen Verfassungsschutz im vergangenen Jahr sei dies bereits der zweite bekannt gewordene Skandal innerhalb eines Jahres, bei dem Sicherheitsbehörden die Enttarnung von V-Leuten riskierten, sagte die Grünen-Abgeordnete Julia Willie Hamburg. Auch die FDP-Fraktion forderte eine lückenlose Aufklärung.

Quelle: n-tv.de, kst/dpa

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