Politik

Letzte Guerilla Kolumbiens ELN will Friedensgespräche wieder aufnehmen

imago71416040h.jpg

Seit 1964 ist die ELN in Kolumbien aktiv.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Seit Jahrzehnten führen die Rebellen der ELN Krieg gegen die kolumbianische Regierung. Nun fordert die linke Guerillaorganisation eine Waffenruhe und die Wiederaufnahme von Verhandlungen. Doch Präsident Duque knüpft weitere Gespräche an Bedingungen.

Die linke Guerillaorganisation ELN hat von der kolumbianischen Regierung eine beidseitige Waffenruhe und erneute Friedensgespräche gefordert. Es müssten ausnahmslos alle Themen angesprochen werden, die für eine der Seiten von Interesse seien, erklärte die ELN auf Twitter. Gleichzeitig kritisierte die Organisation die Regierung Kolumbiens und warf ihr vor, für den Tod mehrerer Oppositionsmitglieder verantwortlich zu sein.

Mit Unterbrechungen verhandeln die Aufständischen und die Regierung seit Anfang 2017 über ein Friedensabkommen. Seit dem Friedensvertrag mit den Farc-Rebellen ist die ELN mit ihren rund 1500 Kämpfern die letzte aktive Guerillaorganisation Kolumbiens.

Die Regierung unter dem konservativen Präsidenten Iván Duque möchte sich nur auf eine einseitige Waffenruhe einlassen. Zudem fordert er ein Ende jeglicher krimineller Aktionen der Gruppe, um die unter Ex-Staatschef Juan Manuel Santos begonnenen Gespräche wieder aufzunehmen.

Die ELN setzte zuletzt ihre militärischen Operationen fort und verschleppte mehrere Soldaten und Polizisten. Erst im November wurden zwei kolumbianische Soldaten bei einem Bombenanschlag an der Grenze zu Venezuela getötet, zwei weitere wurden verletzt.

*Datenschutz

 

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa

Mehr zum Thema