Politik

Nach Schlappe bei Landtagswahl Eisenmann beendet politische Karriere

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Schon am Wahlabend kündigte Eisenmann an, zukünftig kein Parteiamt mehr übernehmen zu wollen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die CDU erzielt bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg ein historisch schlechtes Wahlergebnis. Spitzenkandidatin Eisenmann zieht nun Konsequenzen: Zum Ende der Wahlperiode kehrt sie der Politik den Rücken. Bis dahin will die Kultusministerin wegen der Pandemie an Bord bleiben.

Die bei der baden-württembergischen Landtagswahl unterlegene CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann will sich zum Ende der Legislaturperiode aus der Politik zurückziehen, wie ein Sprecher bestätigte. "Susanne Eisenmann übernimmt Verantwortung und steht auch für eine mögliche Neuauflage von Grün-Schwarz nicht mehr zur Verfügung. Für die CDU Baden-Württemberg muss aber auch klar sein: Das allein wird nicht reichen, um nach zehn Jahren Abwärtstrend wieder Tritt zu fassen", führte der Sprecher weiter aus.

Bereits am Wahlabend hatte Eisenmann gesagt, dass sie kein Parteiamt mehr anstrebe und auch bei den Sondierungs- oder Koalitionsverhandlungen keine Rolle mehr übernehmen werde. Die Grünen mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatten die Landtagswahl mit einem Rekordergebnis von 32,6 Prozent gewonnen. Die bisher mitregierende Südwest-CDU stürzte in ihrer einstigen Hochburg auf das schlechteste Ergebnis in ihrer Geschichte: 24,1 Prozent. Die grün-schwarze Koalition könnte zwar weiterregieren, die Grünen haben aber auch die Möglichkeit, mit SPD und FDP ein Ampel-Bündnis zu bilden.

Eisenmann sprach bereits am Wahlabend von einem "enttäuschenden und desaströsen Wahlergebnis". Die 56-jährige betonte, dass sie Verantwortung übernehmen werde und keine führende Rolle in der Partei mehr anstreben wolle.

Ihr Amt als Kultusministerin will sie der "Stuttgarter Zeitung" zufolge regulär bis zur Vereidigung einer neuen Regierung zu Ende führen. Dies sei nicht zuletzt wegen der Corona-Pandemie notwendig. In welche Richtung sich die promovierte Germanistin künftig orientieren wird, sei noch völlig offen, heißt es.

Quelle: ntv.de, spl/dpa/AFP

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