Politik

Trump über Macron "Er liebt es, meine Hand zu halten"

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Szene eines Staatsbesuchs: Der ewige Handschlag zwischen Trump und Macron.

(Foto: REUTERS)

Warum schüttelt Donald Trump so lange die Hand mit dem französischen Staatschef Macron - und mit Angela Merkel gar nicht? Über was spricht er mit Wladimir Putin? In einem erhellenden Interview klärt der US-Präsident viele Fragen.

Donald Trump hat drei Redakteuren der "New York Times" ein Interview gegeben. Allein das wäre angesichts des gestörten Verhältnisses zwischen ihm und den etablierten Medien eine Nachricht wert. Doch spannend sind vor allem die Aussagen, die Trump macht. Die Zeitung hat nun eine Mitschrift des Gesprächs veröffentlicht - unverändert und unkommentiert. Es ist ein spannender Einblick in die Wahrnehmung des mächtigsten Mannes der Welt.

Ein Auszug der wichtigsten Passagen (das englische Original lesen Sie hier):

Zu dem ausgebliebenen Handschlag mit Bundeskanzlerin Merkel:

"Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu Merkel. Wissen Sie, was da mit ihr passiert ist? Ich sitze also in diesem Stuhl. Wir saßen da seit zwei Stunden. Es ist also nicht so: 'Schön, dich zu sehen!' Plötzlich kommt die Presse rein. Und ich schätze, jemand hat gerufen, 'Schüttel ihre Hand!'. Aber ich habe es noch nicht mal gehört. Also habe ich ihre Hand nicht geschüttelt, weil wir da schon so lange saßen."

Über seine Rede in Polen:

"Ich habe den meisten Zuspruch im Ausland. Also fahre ich nach Polen und halte eine Rede. Meine Feinde in den Medien sagen, meine Feinde sagen, es war die beste Rede eines Präsidenten, die jemals im Ausland gehalten wurde."

In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass Trump mit Putin während des G20-Gipfels noch ein weiteres Gespräch hatte. Auch dazu äußerte er sich:

"Sie (Melania Trump, Anm. d. Red.) saß neben Putin und noch jemandem, und so war das. Das Essen war im Gange, und bevor das Dessert kam, bin ich rübergegangen, um ihr hallo zu sagen, und da habe ich auch Putin begrüßt. Wirklich nur anstandshalber. Es war kein langes Gespräch, wissen Sie, es könnten so 15 Minuten gewesen sein. Wir haben einfach über Sachen gesprochen. Tatsächlich war es sehr interessant, wir haben über Adoptionen gesprochen."

Zu seinen Verbindungen nach Moskau sagte er:

"Ich mache kein Geld in Russland. (...) Ich habe keine Immobilien in Russland. Sie sagen, ich habe Gebäude in Russland. Das habe ich nicht. Sie sagen, ich habe in Russland Geschäfte gemacht. Das habe ich nicht. Das ist nicht mein Ding. Über die Jahre habe ich mal darüber nachgedacht, in Russland Geschäfte zu machen. Aber ich habe nie welche gemacht."

Zum Rausschmiss des Ex-FBI-Chefs James Comey:

"Ich glaube, ich habe eine großartige Sache getan für das amerikanische Volk."

Und zurück zum Thema Händeschütteln: Trump klärt auch darüber auf, warum er und der französische Präsident scheinbar nicht mehr voneinander lassen konnten:

"Er ist ein großartiger Kerl. Klug, stark. Liebt es, meine Hand zu halten. Die Leute wissen gar nicht, dass er es liebt, meine Hand zu halten. Und das ist gut so."

Quelle: ntv.de, bdk

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