Politik

Senatorin thematisiert Tat Ex-Kampfpilotin spricht über Vergewaltigung

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Martha McSally während ihrer Rede vor dem Senatsausschuss.

(Foto: REUTERS)

Als erste Frau, die in der US-Luftwaffe einen Kampfeinsatz fliegt, erlangt Martha McSally nationale Bekanntheit. Mittlerweile ist die 52-Jährige Senatorin. Nun wirft die Politikerin einem Offizier vor, sie während ihrer Militärzeit vergewaltigt zu haben.

Die Senatorin des US-Bundesstaats Arizona, Martha McSally, hat mit Vergewaltigungsvorwürfen für Aufsehen gesorgt. Vor einem Senatsausschuss zum Thema sexueller Missbrauch beim US-Militär teilte die ehemalige Kampfpilotin am Mittwoch mit, während ihrer Dienstzeit von einem Vorgesetzten vergewaltigt worden zu sein. Sie habe die Tat damals nicht gemeldet, weil sie dem System nicht getraut habe.

"Ich habe mich selbst verantwortlich gemacht. Ich war beschämt und verwirrt. Ich dachte, ich sei stark, aber ich fühlte mich machtlos", sagte die 52-Jährige vor dem Ausschuss. Viele Jahre habe sie geschwiegen, doch Berichte anderer Opfer hätten sie dazu bewegt, an die Öffentlichkeit zu gehen. "Die Täter missbrauchen ihre Machtposition in tiefgreifender Weise. Und in einem Fall wurde ich von einem vorgesetzten Offizier verfolgt und vergewaltigt", erklärte McSally, die den Namen ihres Peinigers nicht verraten wollte.

McSally diente von 1988 bis 2010 in der Air Force und stieg in der Zeit bis zum Oberst auf. Sie war die erste Frau, die in der US-Luftwaffe einen Kampfeinsatz flog. Im Dezember übernahm die Republikanerin das bis 2021 laufende Senatsmandat des verstorbenen Ex-Präsidentschaftskandidaten John McCain.

Ein Sprecher der US-Luftwaffe teilte in einem öffentlichen Statement mit, man sei entsetzt und bedauere zutiefst, was Senatorin McSally erlebt habe. Die Air Force stehe hinter ihr und allen Opfern sexueller Gewalt. "Wir sind fest entschlossen, dieses verwerfliche Verhalten und den Vertrauensbruch in unseren Reihen zu beseitigen."

Quelle: ntv.de, jpe

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