Politik
Video
Dienstag, 10. April 2018

Im Fall "Stormy Daniels": FBI durchsucht Büro von Trumps Anwalt

Stephanie Clifford alias "Stormy Daniels" behauptet, Sex mit Donald Trump gehabt zu haben. Im Wahlkampf 2016 soll Schweigegeld geflossen sein. Verantwortlich: Trumps Anwalt Cohen. Dessen Büro stellte nun das FBI auf den Kopf, wie eine Zeitung schreibt.

Video

Das FBI hat Insidern zufolge die Büros und die Wohnung des persönlichen Anwalts von Präsident Donald Trump, Michael Cohen, durchsucht. Cohen ist in die Affäre um die Porno-Darstellerin Stormy Daniels verwickelt. Bei den Durchsuchungen der US-Bundespolizei sei es unter anderem um die Herkunft von 130.000 Dollar gegangen, die Cohen Daniels nach seinen Angaben aus eigener Tasche gezahlt hat, verlautete aus Ermittlerkreisen. Trump bestreitet, von dieser Zahlung gewusst zu haben.

Daniels - mit wirklichem Namen Stephanie Clifford - hatte nach eigener Darstellung Sex mit Trump und erhielt demnach vor der Präsidentenwahl 2016 Geld, um Stillschweigen darüber zu bewahren. Trump kritisierte die Razzien scharf.

Cohens Anwalt Stephen Ryan erklärte, das FBI habe gewisse Schriftstücke beschlagnahmt. "Mir ist von Bundesstaatsanwälten mitgeteilt worden, dass die Aktion in New York zum Teil auf den Sonderermittler Robert Mueller zurückgeht." Mueller geht dem Verdacht nach, dass es während des Wahlkampfs 2016 geheime Absprachen zwischen Russland und Trumps Team gegeben haben soll. Zuerst hatte die "New York Times" die Durchsuchungen gemeldet. Ein direkter Bezug zu Muellers Ermittlungen bestehe wohl nicht, berichtete das Blatt.

Trump bezichtigte Muellers Team der Voreingenommenheit. Es handele sich um eine "Hexenjagd", sagte er vor Journalisten. Das US-Präsidialamt hat zurückgewiesen, dass Trump Sex mit der Darstellerin hatte. Nach der Veröffentlichung der "New York Times" gaben die Aktien kurz vor Handelsschluss an der Wall Street einen Teil ihrer Gewinne ab.

Quelle: n-tv.de