Politik

Wohl früher als erwartet FBI legt Senat Kavanaugh-Bericht vor

Geht es nach US-Präsident Trump, wird Kavanaugh einer der Obersten Richter des Landes. Doch seine Nominierung ist umstritten wegen der Vorwürfe sexueller Übergriffe. Das FBI ermittelt. Die Ergebnisse könnten den Senat umstimmen.

In den USA erhält der Senat offenbar früher als bisher erwartet Einblick in einen Bericht des FBI zu Vorwürfen gegen den Richterkandidaten Bratt Kavanaugh. Einer mit der Sache vertrauten Person zufolge sollten die Senatoren den Bericht entweder am Mittwochabend oder Donnerstagmorgen (jeweils Ortszeit) erhalten. Zum Ergebnis der Untersuchung war zunächst nichts bekannt.

Die meisten Republikaner, die im Senat die Mehrheit halten, wollen trotz der jüngsten Entwicklung über die Berufung Kavanaughs an das Oberste Gericht des Landes noch in dieser Woche abstimmen. Die Demokraten lehnen den Richter, der Kandidat von US-Präsident Donald Trump ist, ab.

Das FBI hat eigentlich bis Freitag Zeit, die Vorwürfe von mehreren mutmaßlichen Zeugen zu untersuchen, bei den Ermittlungen gegen Kavanaugh wegen möglicher sexueller Vergehen nicht berücksichtigt worden zu sein. Von den Ergebnissen der Ermittlungen hängt ab, ob der als erzkonservativ geltende Kavanaugh in das Oberste Gericht wechseln und damit die Rechtssprechung der USA über Jahre prägen kann.

Bislang werfen drei Frauen Kavanaugh sexuelle Übergriffe vor. Die Psychologie-Professorin Christine Blasey Ford hat erklärt, Kavanaugh habe sie 1982 auf einer Party zu vergewaltigen versucht. Deborah Ramirez wirft dem Spitzenjuristen vor, sich vor Jahrzehnten auf einer Studentenparty an der Eliteuniversität Yale vor ihr entblößt zu haben. Julie Swetnick hat ausgesagt, sie habe gesehen, dass Kavanaugh gemeinsam mit anderen auf Partys versucht habe, "Mädchen betrunken und orientierungslos zu machen", damit mehrere Jungs sie in einem Nebenzimmer hätten vergewaltigen können.

Quelle: n-tv.de, bad/rts

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