Politik

Aus Wut auf Ex-Kanzler Kurz FPÖ-Politiker ballert wild um sich

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Polizisten der Sondereinheit Cobra überwältigten den FPÖ-Politiker nach Schüssen vom Balkon. (Symbolbild)

(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Aufregung in Österreich: Ein FPÖ-Politiker verliert die Fassung und schießt. Ein Polizeikommando nimmt ihn fest und stellt mehrere Waffen sicher. Der Schütze habe aus Wut auf Ex-Kanzler Kurz gehandelt, heißt es. Die FPÖ schließt den Mann aus der Partei aus.

Ein 57 Jahre alter Mann soll in Österreich von einem Balkon mehrere Schüsse abgefeuert haben. Die "Kronen Zeitung" schrieb, er habe fast 30 Mal mit einer Pistole geschossen. Die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete, der Mann sei ein Kommunalpolitiker der rechten FPÖ. Laut APA hat die Partei den Mann bereits am Freitag mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen.

Die FPÖ-Landesparteichefin Marlene Svazek sagte der Nachrichtenagentur, der Mann sei bisher völlig unauffällig gewesen. "Wir haben auch nicht gewusst, dass er überhaupt Waffen besitzt." Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Der ORF berichtet, der Mann sei in eine Klinik gebracht worden.

Die Polizei teilte mit, dass sie gegen 11.00 Uhr wegen der Schüsse in dem Ort Bergheim alarmiert wurde. Der Mann wurde festgenommen, dabei kam auch die Sondereinheit Cobra zum Einsatz. Bei dem 57-Jährigen wurden mehrere Schusswaffen sichergestellt.

Die APA berichtete nach Informationen aus Parteikreisen, dass der Mann aus Wut über die Absetzung des früheren Innenministers Herbert Kickl (FPÖ) um sich geschossen hätte. Er habe sich vorgestellt, auf die Porträts von Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Ex-Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) zu feuern. Eine offizielle Bestätigung der Polizei zur FPÖ-Mitgliedschaft und zum Motiv des Mannes gab es zunächst nicht.

Quelle: n-tv.de, mau/dpa