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USA legen mögliche Beweise vor Feuern russische Soldaten über die Grenze?

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Eines von vier Satellitenbildern, die die USA als angebliche Beweise vorlegen.

AP

Es gibt Beweise dafür, dass das russische Militär die Separatisten in der Ukraine unterstützt - das behaupten zumindest die USA. Satellitenbilder sollen Spuren schwerer Artillerie zeigen, die in Richtung ukrainischer Truppen abgefeuert wurde.

Die US-Regierung hat mögliche Beweise dafür vorgelegt, dass russische Soldaten über die Grenze hinweg ukrainische Streitkräfte beschossen haben. Das Büro des Nationalen Geheimdienstdirektors veröffentlichte Satellitenaufnahmen, die zwischen dem 21. und 26. Juli entstanden sein sollen. Den US-Angaben zufolge belegen die Fotos auch, dass prorussische Separatisten in der Ostukraine von Russland gelieferte schwere Artillerie gegen ukrainische Soldaten eingesetzt haben.

Die Aufnahmen zeigen demnach unter anderem Abschussspuren an einer Raketenstellung auf russischer Seite, die auf ukrainische Einheiten in der Ostukraine gerichtet sind. Weiträumige Einschläge nahe dieser Einheiten deuteten auf den Einsatz von Mehrfach-Raketenwerfern hin, heißt es weiter.

US-Außenminister John Kerry forderte seinen russischen Kollegen Sergej Lawrow in einem Telefonat auf, "den Fluss schwerer Waffen und den Raketen- und Artilleriebeschuss aus Russland in die Ukraine zu stoppen und damit zu beginnen, den Konflikt zu deeskalieren". Lawrows Dementi, dass schwere Waffen aus Russland zu dem Konflikt betragen, habe Kerry nicht akzeptiert, teilte das US-Außenministerium mit.

Verhandlungen um Zugang zur Absturzstelle

Unterdessen gibt es weiter Behinderungen beim Zugang zur Absturzstelle der malaysischen Passagiermaschine. Die Niederlande und Australien wollen am heutigen Montag erneut versuchen, für internationale Helfer einen Zugang zur Absturzstelle vom Flug MH17 in der Ostukraine zu erreichen. Dazu verhandeln Außenminister Frans Timmermans und seine australische Kollegin Julie Bishop mit der ukrainischen Regierung in Kiew.

Allerdings haben schon am Sonntag neue Kämpfe in der Region verhindert, dass Beobachter an die Stelle gelangen. Ein Abflauen der Gefechte ist nicht zu erwarten, zumal die ukrainische Armee auf dem Vormarsch gegen die prorussischen Separatisten zu sein scheint. Die Idee einer bewaffneten Schutztruppe für Helfer an der Absturzstelle setzt Den Haag vorerst nicht um.

Quelle: n-tv.de, fma/dpa/rts

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