Politik

Nach Entführung durch Boko Haram Freigelassene Mädchen mit Familien vereint

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Wieder zusammen: Die Frauen beten.

(Foto: REUTERS)

Sie liegen sich in den Armen, einige tanzen vor Freude und fast alle weinen: 82 nigerianische Mädchen sind wieder bei ihren Familien, nachdem sie drei Jahre in der Gewalt von Terroristen waren. Ein Video zeigt den Moment des Wiedersehens.

Mehr als drei Jahre nach der Entführung durch die islamistische Terrormiliz Boko Haram sind 82 unlängst in Nigeria freigelassene Mädchen mit ihren Familien vereint worden. Die Eltern trafen ihre Töchter in der Hauptstadt Abuja. Auf einem kurzen Videoclip des Wiedersehens sind emotionale Szenen zu sehen - innige Umarmungen, Schluchzen und Freudentränen.

Bashir Ahmad, ein Berater von Präsident Muhammadu Buhari, veröffentlichte das Video über Twitter. Boko Haram hatte im April 2014 mehr als 200 überwiegend christliche Schülerinnen aus dem nordöstlichen Ort Chibok entführt. Sie sollen von Boko Haram zum Übertritt zum Islam genötigt und teils als Sexsklavinnen gehalten worden sein. Die Entführung hatte international für Entsetzen gesorgt. Seither waren nur etwa zwei Dutzend der Mädchen freigekommen.

Die Freilassung der 82 Mädchen Anfang Mai folgte auf Verhandlungen, die dem Vernehmen nach vom Roten Kreuz und der Schweizer Regierung geführt wurden. Die Zusammenführung mit den Eltern verzögerte sich, weil die Mädchen noch von Sicherheitsdiensten befragt wurden und ihre Identität zweifelsfrei geklärt werden musste. Schätzungen zufolge werden nun noch etwa 100 der entführten Mädchen vermisst.

 

Quelle: ntv.de, hul/dpa