Politik

Plan zur Machtteilung gebilligt Frieden im Südsudan scheint möglich

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Präsident Kiir (l.) und sein Rivale Machar sollen zukünftig zusammen regieren.

(Foto: AP)

Nur zwei Jahre nach Erlangung der Unabhängigkeit schlittert der Südsudan in einen blutigen Bürgerkrieg: Seit 2013 starben Zehntausende, mehr als vier Millionen Menschen sind auf der Flucht. Präsident Kiir und sein Erzfeind Machar gehen nun aufeinander zu.

Die südsudanesischen Konfliktparteien haben einen finalen Plan zur Machtteilung unterschrieben, der dem Bürgerkrieg ein Ende setzen soll. Präsident Salva Kiir und sein Rivale Riek Machar waren zur Unterzeichnung in den benachbarten Sudan gereist. Ein vorläufiger Plan war bereits Ende Juli unterzeichnet worden.

Mit Inkrafttreten der endgültigen Vereinbarung haben die Konfliktparteien drei Monate Zeit zur Bildung einer Übergangsregierung. Diese soll dann für 36 Monate im Amt bleiben. Im vorläufigen Plan wurde unter anderem festgelegt, dass die Übergangsregierung aus 35 Ministern bestehen soll, von denen Kiir 20 und Machar neun Posten besetzen darf. Die übrigen Ämter sind für andere Gruppen bestimmt. Machar tritt als Vizepräsident an die Seite von Kiir.

Im Juni hatten sich die Erzfeinde Machar und Kiir bereits auf einen Waffenstillstand geeinigt. Die Unterzeichnung eines Machtteilungsplans war Anfang Juli wegen inhaltlicher Unstimmigkeiten gescheitert.

Der Südsudan hatte im Sommer 2011 seine Unabhängigkeit vom Sudan erklärt. Im Dezember 2013 begannen bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Anhängern Kiirs und seines Rivalen Machar. Seitdem wurden zehntausende Menschen getötet und vier Millionen Menschen in die Flucht getrieben.

Quelle: ntv.de, jve/AFP