Politik

"CDU noch stärker unterstützen" Friedrich Merz gibt Job bei Blackrock auf

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Friedrich Merz möchte mehr Zeit für die CDU haben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Anfang der Woche kokettiert Friedrich Merz mit einer Rückkehr in die Bundespolitik. Nun legt der 64-Jährige seinen Aufsichtsratsposten bei Blackrock nieder. Begründung: Er wolle die CDU in Zukunft noch stärker bei ihrer Erneuerung unterstützen.

Friedrich Merz gibt Ende März seinen Posten als Aufsichtsratsvorsitzender beim Vermögensverwalter Blackrock auf, um sich mehr in der CDU engagieren zu können. Der frühere Unionsfraktionschef teilte auf seiner Homepage mit: "Ich habe mich entschieden, meine Tätigkeit als Aufsichtsratsvorsitzender von Blackrock in Deutschland zum Ende des ersten Quartals zu beenden. Es war mir eine Freude und große Ehre, das Unternehmen in Deutschland über die vergangenen vier Jahre zu begleiten." Er wolle seine "Zeit nun nutzen, die CDU noch stärker bei ihrer Erneuerung zu unterstützen und mich weiter politisch einzubringen". Deutschland und Europa stünden zu Beginn des neuen Jahrzehnts vor großen Herausforderungen. "Ich möchte dazu beitragen, dass unser Land erfolgreich bleibt und zukunftsfähig wird", sagte Merz.

Eine Kandidatur bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr lässt Merz weiterhin offen. Bei einer CDU-Veranstaltung im niedersächsischen Verden habe Merz am Montag deutlich gemacht, dass er sich um ein Bundestagsmandat bewerben werde, falls er nochmal ganz in die Politik zurückgehe, sagte sein Sprecher Armin Peter. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet, Merz sei aus dem Publikum heraus gefragt worden, ob er neben dem örtlichen CDU-Abgeordneten Andreas Mattfeldt für den Bundestag kandidiere. Daraufhin habe Merz "Ja" gesagt. 

Der 64 Jahre alte Merz ist seit Juni 2019 Vizepräsident des Wirtschaftsrates der CDU. Im Dezember 2018 war er Annegret Kramp-Karrenbauer im Ringen um die Nachfolge von Kanzlerin Angela Merkel als CDU-Chefin knapp unterlegen. Immer noch gilt Merz vielen in der Partei als Hoffnungsträger. Insbesondere vom Wirtschaftsflügel wird er immer wieder als möglicher Wirtschafts- oder Finanzminister gehandelt. Der Sauerländer war von 1994 bis 2009 Bundestagsabgeordneter, von 2000 bis 2002 Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa