Politik

"Personifizierung des Mutes" Giffords rührt US-Abgeordnete

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Rührender Moment: Giffords kehrt ins Abgeordnetenhaus zurück.

(Foto: Reuters)

Inmitten der Abstimmung zur Anhebung des US-Schuldenlimits bricht plötzlich spontaner Jubel aus: Die bei einem Attentat im Januar schwer verletzte Demokratin Giffords kommt erstmals wieder in das Parlament, um ihre Stimme abzugeben. Von dem Schuss in den Kopf hat sich Giffords erstaunlich gut erholt, auch wenn sie sichtlich dünner geworden ist.

Emotionaler Moment bei der Abstimmung zur US-Schuldenkrise: Die bei einem Attentat im Januar schwerverletzte Abgeordnete Gabrielle Giffords ist am Montag zum ersten Mal ins Repräsentantenhaus zurückgekehrt und wurde dort enthusiastisch begrüßt.

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Die US-Demokratin wurde herzlich empfangen.

(Foto: Reuters)

Mitten in der Abstimmung über den Plan zur Lösung des Schuldenstreits brachen spontaner Jubel und Applaus aus, als Giffords die Parlamentskammer betrat, um ihre Stimme abzugeben. Viele Abgeordnete umarmten die Demokratin, die "Danke, Danke" sagte und Küsse in die Runde warf. Giffords war sichtlich abgemagert, aber in guter Verfassung.

Die Anführerin der demokratischen Minderheit im Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, würdigte ihre Parteikollegin als "Personifizierung des Mutes". Giffords' Büro hatte vor der Abstimmung über den Internetdienst Twitter mitgeteilt, die Politikerin sei nach Washington zurückgekehrt, um den Plan zu unterstützen.

Schuss in den Kopf

Giffords war am 8. Januar bei einer Parteiveranstaltung im US-Bundesstaat Arizona angegriffen worden. Der Attentäter hatte ihr aus nächster Nähe eine Kugel durch den Kopf geschossen. Sechs weitere Menschen starben bei der Schießerei.

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Vor dem Attentat: Giffords und ihr Mann Mark Kelly. Sie wollen nun ein Buch zusammen schreiben.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Die Demokratin hatte sich erstaunlich schnell erholt. Giffords war Anfang Juni aus dem Krankenhaus entlassen worden. Die Fortsetzung ihrer politischen Karriere ist wegen der Verletzungsfolgen allerdings sehr ungewiss.

Giffords Mann Mark Kelly hatte als Kommandeur der "Endeavour"-Crew kürzlich die letzte Mission der US-Raumfähre ins All geleitet. Anschließend erklärte Kelly, dass er seine Karriere bei der NASA und der US-Marine beenden wolle, um sich um seine Frau kümmern zu können. Zudem will das Ehepaar nach Angaben des US-Verlags Scribner gemeinsam an seinen Memoiren schreiben.

Quelle: n-tv.de, dpa/AFP

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