Politik

"Entspann dich, Donald!" Greta Thunberg verspottet Trump mit Trump-Tweet

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Greta und Donald werden wohl keine Freund mehr.

(Foto: imago images/ZUMA Press)

Die Wahl des US-Präsidenten ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen und Amtsinhaber Trump tobt: Er fordert den Auszählungsstopp der Briefwahlstimmen. Das ruft nun Klimaaktivistin Thunberg auf den Plan, die ausgerechnet auf Trumps Lieblingsmedium gegen ihn stichelt - mit seinen eigenen Worten.

Klimaaktivistin Greta Thunberg hat die mögliche Wahlschlappe von US-Präsident Donald Trump für eine späte Revanche auf dessen Lieblingsmedium Twitter genutzt. Als Reaktion auf einen Tweet Trumps, in dem der Präsident das Ende der Stimmenauszählung in den USA forderte, schrieb Thunberg: "So lächerlich. Donald muss an seinem Problem mit Aggressionsbewältigung und dann mit einem Freund in einen guten alten Film gehen! Entspann dich, Donald, entspann dich!"

Einen identischen Tweet hatte Trump im vergangenen Dezember über Greta Thunberg geschrieben. Anlass war, dass das "Time"-Magazin Thunberg damals zur "Person des Jahres" ernannt hatte. Der Republikaner Trump hatte sich in der Vergangenheit mehrfach skeptisch dazu geäußert, ob es den Klimawandel überhaupt gibt und falls ja, ob er vom Menschen verursacht ist.

Die USA sind einer der größten Verursacher von Treibhausgasen. Trump hat die USA außerdem aus dem Pariser Klimaschutzabkommen zurückgezogen. Sein demokratischer Herausforderer Joe Biden hat versprochen, dass die USA bei seiner Präsidentschaft wieder in das Abkommen zurückkehren würden.

Im Kopf-an-Kopf-Rennen bei der US-Präsidentschaftswahl ist der demokratische Kandidat Joe Biden einem Sieg näher gekommen. In dem besonders wichtigen Bundesstaat Pennsylvania (20 Wahlleute) machte er in der Nacht auf Freitag deutlich Boden auf den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump gut. In Georgia (16 WL) zog Biden dem Datenanbieter Edison Research zufolge sogar faktisch mit Trump gleich. Dieser rückte seinerseits in Arizona (elf WL) näher an Biden heran. Weiterhin wagte kein Datenanbieter und Sender, einen Sieger vorherzusagen. Den meisten Zählungen zufolge hatte Biden 253 Wahlleute sicher und Trump 214. Benötigt für einen Sieg werden 270.

Quelle: ntv.de, mba/dpa