Politik

Iran "entscheidend" schlagenHegseth kündigt heftigste Angriffe gegen "terroristische Feiglinge" an

10.03.2026, 14:13 Uhr
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Die Angriffe der USA auf den Iran sollen im Laufe des Tages noch einmal verstärkt werden. Pentagon-Chef Hegseth will so viele Kampfjets wie noch nie in die Schlacht schicken. Der Trump-Minister richtet eine Kampfansage an Teheran.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat für den Tagesverlauf die umfangreichsten Angriffe im Krieg mit dem Iran angekündigt. Das Land werde so stark bombardiert wie noch an keinem anderen Tag des Krieges, so der Pentagon-Chef. Dafür sollen so viele Bomber und Kampfjets der US-Streitkräfte eingesetzt wie noch nie in dem seit anderthalb Wochen währenden Krieg.

Beim Krieg der USA handele es sich um eine "absolut fokussierte, mit maximaler Autorität ausgestattete Mission". Diese würde mit überwältigender und unerbittlicher Präzision umgesetzt. "Kein Zögern, keine halben Sachen", so Hegseth.

"Wir zerschlagen den Feind mit überwältigenden taktischen Fähigkeiten und militärischer Stärke". Man werde nicht nachgeben, bis der Feind "total und entscheidend" geschlagen sei, so der US-Verteidigungsminister. Bei der Vorgehensweise wollen die USA sich nicht unter zeitlichen Druck setzen lassen. Man werde die Angriffe nach dem eigenen Zeitplan umsetzen, so Hegseth.

"Die Mullahs sind verzweifelt und kämpfen ums Überleben wie terroristische Feiglinge." Die iranischen Gegenangriffe mit Raketen hätten am Montag ihren niedrigsten Stand erreicht. Hegseth behauptete, dass das iranische Regime Raketen auch aus Schulen und Krankenhäusern abfeuere. Belege hierfür legte er keine vor. Berichte legen nahe, dass bei einem mutmaßlichen US-Angriff auf eine Schule im Iran mehr als 165 Kinder getötet werden. Der Vorfall wird laut Hegseth weiter untersucht.

Nach Angaben des US-Generalstabschefs wurden bisher rund 5.000 Ziele im Iran durch die US-Angriffe getroffen. Die Attacken Israels und der USA hätten die Raketenschläge des Teheraner Regimes um rund 90 Prozent reduziert. Seinen Angaben nach zielt die Mission auf drei Ziele ab: die Zerstörung der Raketen- und Drohnenpotentiale des Landes, das Ausschalten der iranischen Marine sowie die Dezimierung der militärisch-industriellen Infrastruktur.

Am Montag hatte Trump erklärt, dass man sich "weit vor dem Zeitplan" befinde bei dem Einsatz gegen den Iran. Er glaube, dass der Krieg "sehr bald" vorbei sein werde. Einen Zeithorizont dafür legte er jedoch nicht dar. "Wir könnten noch weiter gehen, und wir werden noch weiter gehen", ergänzte der US-Präsident.

Einem Bericht des "Wall Street Journals" zufolge sollen Berater aus dem Umfeld Trumps auf ein Ausstiegsszenario für den Krieg dringen. Die Berater wiesen Trump demnach auf die steigenden Ölpreise und die damit verbundene Gefahr von steigenden Preisen in den USA hin. Eine solche Entwicklung könnte den Republikanern bei den anstehenden Zwischenwahlen im November erheblich schaden.

Quelle: ntv.de, lme

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