Iran-Gipfel in IslamabadHeikle Gespräche beginnen: US-Vize Vance in Pakistan gelandet

Wie kann es dauerhaften Frieden zwischen dem Iran und den USA geben? In Islamabad verhandeln die Kriegsparteien. Nach der Delegation aus Teheran hat es auch der US-Vize JD Vance in die pakistanische Hauptstadt geschafft.
Die US-Delegation um US-Vizepräsident JD Vance ist zu den Gesprächen über eine dauerhafte Friedenslösung im Iran-Krieg in Pakistan angekommen. Sie sei auf einem Luftwaffenstützpunkt nahe der Hauptstadt Islamabad gelandet und werde zum Hotel eskortiert, hieß es aus pakistanischen Sicherheitskreisen.
Pakistanischen Diplomatenkreisen zufolge sollen die Gespräche am Nachmittag Ortszeit (drei Stunden vor MESZ) beginnen. Zunächst treffen die Delegationen demnach separat auf die pakistanischen Vermittler, Premier Shehbaz Sharif und den obersten Militär, Feldmarschall Asim Munir. Anschließend solle es direkte Gespräche zwischen den US-Vertretern und dem Team aus Teheran geben.
Die iranische Delegation war bereits zuvor in Islamabad eingetroffen und wird nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf angeführt. Laut "Guardian" reist der Iran mit einer 14-köpfigen Delegation an. Darunter sind Vertreter aus dem Nationalen Sicherheitsrat, der Iranischen Zentralbank, Abgeordnete und Mitarbeiter aus dem Außenministerium.
Die Ausgangslage ist heikel: Die USA und Israel haben im Iran Tausende Ziele angegriffen, das Land militärisch massiv geschwächt und einen Teil der Führungsriege getötet. Trump meint deswegen, die USA hielten jetzt alle Trümpfe in der Hand. "Der einzige Grund, warum sie heute noch am Leben sind, ist, um zu verhandeln!", schrieb Trump etwa am Freitag.
+++ Alle aktuellen Entwicklungen lesen Sie auch in unserem Liveticker +++
Die neue Führung in Teheran sieht sich vor den Gesprächen ebenfalls in einer Position der Stärke: Das Machtsystem der Islamischen Republik ist weiter intakt und die US-Verbündeten am Persischen Golf mussten schmerzhafte Gegenangriffe verkraften. Vor allem kontrolliert der Iran weiterhin die für die globale Energieversorgung entscheidende Straße von Hormus - und hält damit die Weltwirtschaft in Atem. Aus iranischer Sicht steht Washington auch deswegen unter Zeitdruck.