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Anti-Terrorermittlungen laufen IS reklamiert Messerattacke in Paris für sich

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Sicherheitskräfte riegeln Teile der Pariser Innenstadt ab.

Screenshot n-tv

Bei einer Messerattacke in Paris wird ein Mensch getötet. Polizisten erschießen den Angreifer. Die Behörden gehen von einem Anschlag aus. Anti-Terror-Spezialisten übernehmen die Ermittlungen.

In der französischen Hauptstadt Paris hat ein mit einem Messer bewaffneter Angreifer einen Menschen getötet. Mehrere wurden verletzt. bei der Attacke soll der Angreifer laut Zeugenaussagen auf Arabisch "Gott ist groß" gerufen haben, wie Staatsanwalt François Molins sagte. Die Polizei tötete den Angreifer, zu dessen Identität keine Angaben gemacht wurden. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat reklamiert die Messerattacke für sich die auf Auswertung dschihadistischer Propaganda spezialisierte Seite Intelligence Group unter Berufung auf das IS-Sprachrohr Amak meldete.

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Es gebe zwei Schwer- und zwei Leichtverletzte, teilte die Polizeipräfektur auf Twitter mit. Die Hintergründe des Vorfalls in der Nähe der Oper im Zentrum der französichen Hauptstadt sind noch unklar. Die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung wegen Terror-Verdachts, Mordes und versuchten Mordes an Amtsträgern ein. Molins teilte mit, Anti-Terror-Spezialisten hätten die Ermittlungen übernommen.

Staatspräsident Emmanuel Macron bezeichnete den Täter als Terroristen. "Frankreich zahlt erneut den Preis des Blutes, gibt aber gegenüber den Feinden der Freiheit nicht ein Zoll nach", erklärte Macron auf Twitter. Seine Gedanken seien bei den Opfern und ihren Angehörigen. "Ich lobe im Namen aller Franzosen den Mut der Polizisten, die den Terroristen neutralisiert haben."

"Unsere Stadt wurde tief verletzt"

Der Angriff ereignete sich in der Nähe der Garnier-Oper, nördlich des Louvre-Museums. In dem Viertel gibt es zahlreiche Bars und Restaurants, samstagabends ist dort üblicherweise viel los. Eine Frau sagte dem Sender BFMTV, dass sie mit Freundinnen im Außenbereich eines Gastronomiebetriebs saß, als sie Schüsse gehört habe. "Dann gab es einen Tumult. Die Kellner sagten, dass wir uns in Sicherheit bringen sollten."

Ein weiterer Zeuge erzählte dem Sender, als die Polizei kam, sei der Mann mit dem Messer auf die Polizisten zugerannt. Auch der Polizeigewerkschafter Loïc Travers sagte BFMTV, der Angreifer habe sich gegen die Beamten gewandt. Seiner Darstellung nach versuchten die Polizisten zunächst, den Täter mit einem Elektroschockgerät zu stoppen, dann hätten sie scharf geschossen.

Frankreich war in den vergangenen Jahren mehrfach Ziel von islamistischen Terroranschlägen, seit Anfang 2015 wurden dabei mehr als 240 Menschen ermordet. Zuletzt hatte Ende März ein 25 Jahre alter bekennender Islamist vier Menschen getötet - darunter einen Gendarmen, der sich ihm als Austauschgeisel angeboten hatte. Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo schrieb am Samstagabend auf Twitter: "Unsere Stadt wurde heute Abend tief verletzt."

Quelle: n-tv.de, mra/AFP/dpa

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