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Weitere Einwohner haben GlückJugendlicher bei russischem Angriff auf Südukraine getötet

22.01.2026, 12:08 Uhr
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Ein verwundeter Hund sitzt am Ort eines russischen Drohnenangriffs in der Nähe der Hafenstadt Tschornomorsk. (Foto: REUTERS)

Fast 100 Drohnen schickt Russland in der vergangenen Nacht in die Ukraine. In der Region Odessa erliegt ein Jugendlicher nach ukrainischen Angaben seinen Verletzungen. Kiews Bürgermeister macht nach Angriffen auf die Wärmeversorgung neue Angaben zur Lage in der Hauptstadt.

Bei einem russischen Drohnenangriff in der südukrainischen Region Odessa ist den Behörden zufolge ein Jugendlicher getötet worden. Der im Jahr 2009 geborene Teenager habe bei dem nächtlichen Angriff tödliche Verletzungen erlitten, teilte der Gouverneur der Region, Oleh Kiper, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.

Zuvor hatte er erklärt, eine Drohne sei zwischen dem 18. und 19. Stockwerk eines Hochhauses eingeschlagen, ohne jedoch zu detonieren. 58 Menschen, darunter acht Kinder, seien aus dem Gebäude in Sicherheit gebracht worden.

Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzen die russischen Streitkräfte in der Nacht insgesamt 94 Kampfdrohnen ein, darunter Dutzende Drohnen des iranischen Typs Shahed. 80 Drohnen seien abgeschossen oder durch elektronische Flugabwehr zum Absturz gebracht worden. Einschläge habe es an 10 Orten in der Ukraine gegeben, teilte die Luftwaffe am Morgen auf Telegram mit. Mehrere Drohnen befänden sich weiterhin im Luftraum.

Angriff auf Selenskyjs Heimatstadt

Erst am späten Mittwochabend hatte die Ukraine einen tödlichen russischen Drohnenangriff auf die Heimatstadt des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gemeldet. Bei den beiden Todesopfern in Krywyj Rih in der Region Dnipropetrowsk handele es sich um einen 77-jährigen Mann und eine 72-jährige Frau.

In Kiew sind nach einem russischen Luftangriff in dieser Woche rund 3000 Wohnblöcke weiter ohne Heizung. Dies teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. In der Nacht seien jedoch 227 Gebäude wieder an die Versorgung angeschlossen worden. Klitschko hatte am Dienstag mitgeteilt, dass durch einen russischen Luftangriff die Wärmeversorgung Tausender mehrstöckiger Wohnhäuser bei eisigen Temperaturen unterbrochen wurde.

Quelle: ntv.de, lar/rts/AFP