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Schweden will Auslieferung Justiz beantragt Haftbefehl gegen Assange

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Wegen Verstoßes gegen Kautionsauflagen befindet sich Julian Assange derzeit in Haft.

(Foto: picture alliance/dpa)

Julian Assange wird beschuldigt, vor Jahren eine Frau vergewaltigt zu haben. Im Zuge der Ermittlungen fordert die Staatsanwaltschaft in Schweden nun einen europäischen Haftbefehl für den in London inhaftierten Wikileaks-Gründer.

Die schwedische Staatsanwaltschaft hat Haftbefehl gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange wegen des Verdachts der Vergewaltigung beantragt. Wenn das Bezirksgericht von Uppsala den Weg dafür freimacht, will sie einen europäischen Haftbefehl ausstellen, um die Auslieferung Assanges an Schweden zu erreichen. Das teilte die stellvertretende Direktorin der Strafverfolgung, Eva-Marie Persson, mit.

Wann das Gericht über den Antrag entscheidet, ist unklar. Die Strafverfolgung strebte eine Verhandlung am Mittwoch an. Assanges schwedischer Anwalt Per E. Samuelson sagte jedoch, er benötige mehr Zeit, um Anweisungen seines Mandanten zu erhalten. Das Problem sei, dass er noch nicht mit Assange habe sprechen können. Er habe Assange nicht erreichen können, seit dieser aus der ecuadorianischen Botschaft in London abgeführt worden sei. Das Gericht in Uppsala erklärte, die Staatsanwaltschaft sei gebeten worden, bis Dienstag auf ein Schreiben Samuelsons zu antworten.

Perssons Behörde hatte ihre Voruntersuchungen gegen Assange vor einer Woche wiederaufgenommen. Dem 47-Jährigen wird vorgeworfen, 2010 eine Frau in Schweden vergewaltigt zu haben. Er hat das stets bestritten. Andere Vorwürfe sind inzwischen verjährt. Die schwedische Staatsanwaltschaft hatte die Ermittlungen 2017 eingestellt, weil es ihr nicht gelungen war, Assange ausführlich zu verhören. Die Schuldfrage blieb aber ungeklärt.

Assange ist in Großbritannien wegen Verstoßes gegen Kautionsauflagen zu 50 Wochen Haft verurteilt worden. Die USA, die ihm Verschwörung mit der Whistleblowerin Chelsea Manning vorwerfen, stellten offiziell einen Auslieferungsantrag. Sollte dieser Antrag in Konkurrenz zu einem schwedischen europäischen Haftbefehl stehen, müssten die britischen Behörden entscheiden, welcher der beiden Punkte wichtiger sei, erklärte Persson.

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Quelle: n-tv.de, jpe/hul/dpa

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