Politik

Kein Zwischenstopp auf SizilienItalien lässt US-Militärflugzeuge nicht landen

31.03.2026, 11:58 Uhr
00:00 / 02:07
SICILY-ITALY-MARCH-15-A-view-of-the-Sigonella-Naval-Air-Station-as-civil-associations-unions-peace-activists-and-members-of-No-MUOS-Mobile-User-Objective-System-movement-gather-in-front-of-the-U-S-Naval-air-base-to-protest-against-US-and-IsraelAeos-attacks-to-Gaza-Iran-and-the-Middle-East-on-March-15-2026-in-Sicily-Italy
Der Stützpunkt Sigonella könnte zum Zankapfel werden. (Foto: picture alliance / Anadolu)

Den Flugplatz Sigonella nutzen neben der italienischen Luftwaffe auch die Nato sowie die US Navy. Italiens Verteidigungsminister lehnt trotzdem ab, dass dort US-amerikanische Flugzeuge auf dem Weg nach Nahost zwischenlanden.

Italien hat mehreren US-Flugzeugen die Landung auf einem Stützpunkt auf der Mittelmeerinsel Sizilien für den Krieg gegen den Iran verweigert. Nach Informationen der Tageszeitung "Corriere della Sera" gab Verteidigungsminister Guido Crosetto dem US-Militär vor einigen Tagen keine Erlaubnis, den Militärflughafen Sigonella zu nutzen, um dann in den Nahen Osten weiterzufliegen. Aus dem Umfeld des Ministeriums in Rom wurde die Darstellung bestätigt.

Demnach wurde Italien von dem Vorhaben des US-Militärs erst informiert, als die Flugzeuge längst in der Luft waren. Zuvor habe niemand eine Genehmigung beantragt oder den Nato-Partner auch nur informiert, hieß es. Zudem sei unklar geblieben, um welche Art von Flügen es sich handle.

Der Flugplatz Sigonella liegt in der Nähe von Catania im Osten von Sizilien. Dort befindet sich sowohl ein Stützpunkt der italienischen Luftwaffe als auch der US Navy. Das Gelände wird auch von der Nato genutzt, dem westlichen Verteidigungsbündnis.

Die USA haben einem Medienbericht zufolge zuletzt einen massiven Angriff auf ein großes Munitionsdepot in der iranischen Stadt Isfahan durchgeführt. Dafür hätten sie eine große Menge bunkerbrechende Bomben mit einem Gewicht von jeweils umgerechnet etwa 900 Kilogramm eingesetzt, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf einen US-Beamten. Der Iran griff seinerseits weiterhin Israel und benachbarte Golfstaaten mit ballistischen Raketen und Drohnen an. Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten in der Nacht erneute Angriffe.

Quelle: ntv.de, chl/dpa