Politik

Gespräche über Minenräumungen Kolumbien und ELN wollen sich annähern

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ELN-Chefunterhändler Pablo Beltran (l.) verhandelt mit seinem Kollegen von der kolumbianischen Regierung, Juan Camilo Restrepo (r.), über Frieden. In der Mitte als Mediator der ecuadorianische Vize-Außenminister Juan Meriguet.

(Foto: imago/Agencia EFE)

Stück für Stück will die linke ELN-Guerilla ihren seit mehr als 50 Jahren andauernden Konflikt mit der kolumbianischen Regierung deeskalieren. Erster Schritt soll dabei der Schutz der Zivilbevölkerung vor Personenminen sein.

Die kolumbianische Regierung und die ELN-Guerilla wollen Gespräche über Minenräumungen aufnehmen. Vertreter von Präsident Juan Manuel Santos und der linken Rebellen hätten vereinbart, die Auswirkungen des Konflikts auf die Zivilbevölkerung einzugrenzen, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung am Donnerstag. Nach Abschluss der im Februar begonnenen ersten Gesprächsrunde erklärten sich beide Seiten bereit, das humanitäre Völkerrecht zu respektieren.

Die nächste Gesprächsrunde soll am 3. Mai in einem Landgut zehn Kilometer südöstlich der ecuadorianischen Hauptstadt Quito aufgenommen werden. Die Explosionen der von der Nationalen Befreiungsarmee (ELN) gelegten Personenminen hatten wiederholt zu Protesten von indigenen Bevölkerungsgruppen im südkolumbianischen Departement Nariño geführt.

Einen Waffenstillstand werde es wohl erst gegen Ende der Friedensgespräche geben, erklärte der Regierungsvertreter Juan Camilo Restrepo. Die Verhandlungen zielten schrittweise auf eine Deeskalation des Konfliktes zum Schutz der zivilen Bevölkerung.

Die Verhandlungen finden unter dem Schutz von Brasilien, Norwegen, Kuba, Chile, Venezuela und Ecuador statt. Die ELN, die etwa 1500 bewaffnete Kämpfer zählt, steht seit 1964 in Konflikt mit dem kolumbianischen Staat. Die größere Farc-Guerilla hatte im November 2016 nach vierjährigen Verhandlungen in Havanna einen Friedensvertrag mit der Regierung unterzeichnet.

Quelle: n-tv.de, jve/AFP

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