Politik

PKK fordert Freiheit für Öcalan Kurden kapern Elbfähre

Die Anhänger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK setzen sich auch in Deutschland für die Freiheit ihres inhaftierten Führers Öcalan ein. Sie kapern ein Ausflugsschiff auf dem Rhein, entrollen Transparente auf Hamburgs Wahrzeichen "Michel" und bringen zuletzt auch noch eine Elbfähre in ihre Gewalt.

Acht Anhänger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK haben eine Elbfähre in Hamburg gekapert. Die vier Frauen und vier Männer "vermutlich kurdischer Herkunft" brachten die Fähre "Elbmeile" auf der Überfahrt von Neumühlen nach Finkenwerder in ihre Gewalt, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Der Kapitän wurde "mit Gewalt auf den Boden gelegt", es habe aber keine Verletzten gegeben, fügte der Sprecher hinzu.

Ein Polizeischiff brachte die 60 Fahrgäste der "Elbmeile" in Sicherheit, die acht Kidnapper wurden festgenommen. Sie hatten mit einer Fahne ihre Sympathie für den in der Türkei inhaftierten PKK-Gründer Abdullah Öcalan dokumentiert. Waffen seien nicht gefunden worden, fügte der Polizeisprecher hinzu. Öcalan ist der Chef der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK. Er verbüßt in der Türkei eine lebenslange Haftstrafe.

Nach Angaben des Norddeutschen Rundfunks ist die Aktion der PKK schon die dritte in dieser Woche: Am Montag kaperten sie schon ein Ausflugsschiff auf dem Rhein, am Mittwoch entrollten sie ein Transparent auf der Sankt Michaelis Kirche, einem Wahrzeichen Hamburgs. Der Staatsschutz ermittelt.

Dort verübte sie auch die meisten ihrer gewalttätigen Angriffe. Zu kam es in Deutschland auch schon vor der jüngsten Serie von Maßnahmen.

Quelle: ntv.de, ieh/AFP