Politik

Einstieg in den Einstieg London genehmigt zehn Meiler

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Im nordenglischen Heysham an der Irischen See verfügt der Stromkonzern British Energy bisher nur über zwei Kraftwerksblöcke. British Energy gehört seit 2008 Électricité de France (EDF).

(Foto: REUTERS)

Die britische Regierung hat den Bau von Atomkraftwerken an zehn Standorten genehmigt. Grünes Licht habe unter anderem der deutsche Versorger RWE für seine Pläne erhalten, in Kirksanton in Nordengland einen neuen Meiler zu errichten, teilte der britische Energieminister Ed Miliband mit. Keine Genehmigung erhielt der französische Betreiber EDF für ein Atomkraftwerk in Dungeness in Kent.

Miliband begründete den Ausbau der Atomkraft mit dem Klimaschutz. "In einer Welt, in der unsere Öl- und Gasvorkommen in der Nordsee zurückgehen, ist ein stärkerer Energie-Mix mit geringem CO2-Ausstoß die sichere Variante", erklärte er. Ein weiterer Grund ist der Zustand der Meiler in Großbritannien: Fast alle der britischen Atomkraftwerke dürften bis 2023 vom Netz gehen.

Außer in Kirksanton will RWE noch gemeinsam mit Eon zwei weitere Atomkraftwerke in Großbritannien bauen. Dafür gründen die beiden größten deutschen Energiekonzerne derzeit ein Gemeinschaftsunternehmen und haben sich bereits Flächen an den Kraftwerkstandorten Wylfa und Oldbury gesichert.

Pläne sind alt

In Großbritannien stammten im zweiten Quartal 2009 rund 20 Prozent des Stroms aus Atomkraft. Die Londoner Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Ausstoß an klimaschädlichen Treibhausgasen bis 2050 auf mindestens 80 Prozent unter dem Stand von 1990 zu drosseln.

Die britischen Pläne zum Ausbau der Kernenergie sind bereits mehrere Jahre alt. Im Mai 2007 hatte die Regierung des damaligen Premierministers Tony Blair den Ausbau der Atomkraft, aber auch der erneuerbaren Energien beschlossen. Im März wurde bekannt, dass EDF und Eon der britischen Regierung nahegelegt haben, auf den geplanten massiven Ausbau von erneuerbaren Energien zu verzichten, da sie sonst ihre Pläne für neue Kernkraftwerke aufgeben würden.

Quelle: ntv.de, hvo/rts

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