Politik

Republikanische Erzfeinde McCain wünscht sich Begräbnis ohne Trump

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Trotz seiner schweren Erkrankung kam McCain immer wieder zu entscheidenden Abstimmungen in den Senat.

(Foto: REUTERS)

Der 81-jährige John McCain leidet an einem aggressiven Hirntumor. Trotz seiner Krankheit torpediert er immer wieder die Politik des ihm verhassten Parteikollegen Donald Trump. Sorge bereitet ihm offenbar, dass der Präsident auf seiner Beerdigung auftauchen könnte.

Der krebskranke US-Senator John McCain möchte nicht, dass US-Präsident Donald Trump an seiner Beerdigung teilnimmt. McCain wünsche sich stattdessen Trumps Vize Mike Pence als Repräsentanten des Weißen Hauses bei der Trauerfeier, berichteten die "New York Times" und der Sender NBC News am Samstag unter Berufung auf Vertraute des 81-jährigen republikanischen Politikveteranen.

McCain, der seit 1987 im US-Senat sitzt, ist einer der schärfsten Kritiker seines Parteikollegen Trump. Der Senator trug unter anderem dazu bei, dass die bisherigen Versuche des Präsidenten zur Abschaffung des unter seinem Vorgänger Barack Obama eingeführten Gesundheitssystems scheiterten.

Das Verhältnis zwischen Trump und McCain ist seit längerem zerrüttet. Während des Präsidentschaftswahlkampfs hatte Trump den Vietnam-Veteranen, der in Gefangenschaft der Vietcong gefoltert worden war, übel verhöhnt. Für ihn sei McCain "kein Held", sagte Trump, der selbst einst den Wehrdienst umgangen hatte. "Ich mag Leute, die nicht gefangen wurden, okay?".

Bei McCain war im vergangenen Jahr ein aggressiver Hirntumor entdeckt worden. Mitte April musste er wegen einer Darmentzündung operiert werden. Derzeit erholt er sich auf seiner Ranch in Arizona von dem Eingriff.

Quelle: n-tv.de, mbo/AFP

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