Politik

Nach Trumps Wahl Mehr US-Bürger wollen Deutsche werden

imago76262556h.jpg

Ein Passwechsel ist beliebter geworden, seit Trump zum Präsidenten gewählt wurde.

(Foto: imago/7aktuell)

Dass Donald Trump der wohl mächtigste Mensch der Welt ist, macht vielen Leuten Angst. Womöglich beantragen deshalb immer mehr seiner Landsleute die deutsche Staatsbürgerschaft. Seit denn Amtsantritt gehen jedenfalls deutlich mehr Einbürgerungsanträge ein.

Mit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump ist in Deutschland die Zahl der Einbürgerungsanträge aus den Vereinigten Staaten deutlich gestiegen. Von Januar bis August dieses Jahres wurden 1.190 Anträge nach Artikel 116 des Grundgesetzes gestellt, wie das Auswärtige Amt mitteilte. Im gesamten Jahr 2016 waren es hingegen nur 792 Anträge.

Auf Absatz 2 des Artikels 116 können sich Menschen berufen, denen während der Nazi-Zeit die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen wurde. Die Wiedererlangung der deutschen Staatsbürgerschaft gilt dann auch für die Nachfahren.

Die Zahlen des Auswärtigen Amtes und des zuständigen Bundesverwaltungsamtes belegen einen offensichtlichen Zusammenhang der Antragseingänge mit der Wahl von Trump. Während die Zahl der Anträge 2016 zunächst nur zweistellig war, wuchs sie ab November - die Präsidentschaftswahl war am 8. November - in den dreistelligen Bereich und hält sich seitdem dort.

So wurden im September 2016 den Angaben zufolge 70 Anträge gestellt, im Oktober waren es schon 92 und im November 124 Anträge, gefolgt von 144 Anträgen im Dezember. Wie viele US-Bürger insgesamt Deutsche werden wollen, geht aus den Zahlen nicht hervor.

Quelle: n-tv.de, hul/DJ/dpa

Mehr zum Thema