Politik

Todesstrafe für Terroranschläge Mumbai-Attentäter soll hängen

Nachdem der einzig überlebende Attentäter der Terroranschläge von Mumbai bereits schuldig gesprochen ist, verhängt das Gericht nun die Todesstrafe für den 22-Jährigen. Er soll gehängt werden.

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Der 22-jährige Pakistaner hatte sein früheres Geständnis im Prozess widerrufen.

(Foto: AP)

Ein indisches Sondergericht hat den einzigen überlebenden Attentäter der Anschläge von Mumbai zum Tode verurteilt. Richter M.L. Tahaliyani sagte, der Angeklagte Mohammed Ajmal Amir Iman, bekannt als Kasab, solle gehängt werden.

Die Todesstrafe gegen den 22-jährigen Pakistaner wurde mit den vier schwerwiegendsten Anklagepunkten begründet, darunter Mord und Kriegführung gegen Indien.

Kasab war bereits am Montag in fast allen der insgesamt 86 Anklagepunkte schuldig gesprochen worden, am Dienstag beantragte die Staatsanwaltschaft die Höchststrafe. Der Angeklagte sei ein "Agent des Teufels selbst, eine Schande für die Gesellschaft und die ganze Menschheit", sagte Staatsanwalt Ujjwal Nikam. Die Verteidigung hatte angesichts seiner Jugend um Milde gebeten.

Berufung noch möglich

Bei der dreitägigen Anschlagsserie im November 2008 auf einen Bahnhof, mehrere Luxus-Hotels und andere Ziele waren mehr als 170 Menschen ums Leben gekommen.

Die Verhängung der Todesstrafe wird automatisch vom Obersten Gericht Mumbais überprüft. Sollte auch dieses Gericht das Strafmaß bestätigen, könnte Kasab noch beim indischen Verfassungsgericht Berufung einlegen.

Quelle: n-tv.de, AFP/dpa

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