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Simbabwes langjähriger Oppositionsführer Morgan Tsvangirai ist tot.
Simbabwes langjähriger Oppositionsführer Morgan Tsvangirai ist tot.(Foto: REUTERS)
Mittwoch, 14. Februar 2018

Gegenspieler von Mugabe: Oppositionschef Tsvangirai stirbt an Krebs

Jahrelang führt Morgan Tsvangirai die Opposition in Simbabwe an. Sein Ziel: Das Ende der Herrschaft von Dauer-Machthaber Robert Mugabe. Knapp drei Monate nach dessen Rücktritt erliegt er nun einem Krebsleiden.

Simbabwes Oppositionsführer Morgan Tsvangirai ist tot. Der 65-Jährige sei an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben, teilte Elias Mudzuri, einer der Vize-Chefs von Tsvangirais Partei Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC), bei Twitter mit.

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"Es ist traurig für mich mitzuteilen, dass wir unsere Ikone und unseren Kämpfer für die Demokratie verloren haben", schrieb Mudzuri. Auch Obert Gutu, ein Sprecher der MDC, bestätigte Tsvangirais Tod. "Es ist traurig, dass wir unseren Anführer verloren haben", sagte er. Im März wäre Tsvangirai 66 Jahre alt geworden.

Tsvangirai war ein politischer Rivale des langjährigen Ex-Präsidenten Robert Mugabe. Er fand seinen Weg in die Politik zunächst über die Gewerkschaften. Ende der 1990er gründete er die MDC, doch lange blieb ihm der politische Durchbruch verwehrt. Nach den erneut von Manipulationsvorwürfen überschatteten Wahlen 2008 und einer monatelangen Patt-Situation wurde Tsvangirai im Zuge einer Machtteilung zwischen seiner MDC und Mugabes Zanu-PF Ministerpräsident unter Staatschef Mugabe. Dieses Amt hatte Tsvangirai bis 2013 inne. Später schwächten Streitigkeiten innerhalb der MDC die Partei.

Bei Tsvangirai war im Juni 2016 Darmkrebs diagnostiziert worden. Er wurde im Nachbarland Südafrika behandelt. Trotz seines gesundheitlichen Zustandes wollte er noch 2018 zur Präsidentenwahl in Simbabwe antreten. Der 93-jährige Langzeitpräsident Mugabe war im November unter erheblichem Druck nach 37 Jahren Herrschaft zurückgetreten.

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Quelle: n-tv.de