Politik

"Respekt und Dank"Pistorius wünscht sich mehr Rückhalt für Bundeswehr im Land

06.06.2026, 16:25 Uhr
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Pistorius wird in Neubiberg begrüßt - später überreicht der Minister Beförderungsurkunden. (Foto: picture alliance / SvenSimon)

Seit mehr als zehn Jahren öffnen am Tag der Bundeswehr mehrere Standorte für Interessierte. Für Ressortchef Pistorius eine gute Gelegenheit, Armee und Gesellschaft enger zu verbinden.

Verteidigungsminister Boris Pistorius wirbt für einen stärkeren Zusammenhalt von Gesellschaft und Truppe. Es habe in den vergangenen Jahren wenig Raum für Begegnungen gegeben, das ändere sich durch solche Tage, sagte der SPD-Politiker beim Tag der Bundeswehr. Der Aktionstag sei "ein gutes Instrument, um wieder eine stärkere Verbindung zu schaffen zwischen der Gesellschaft als solcher und einer Bundeswehr der Staatsbürgerinnen und Staatsbürger in Uniform", der SPD-Politiker in Neubiberg bei München beim Besuch der Universität der Bundeswehr. "Unsere Demokratie braucht Schutz", betonte Pistorius. Für den Schutz nach außen sei die Bundeswehr zuständig. Dafür verdienten die Soldatinnen und Soldaten "Respekt und Dank".

An den beteiligten Standorten seien bis zum späten Vormittag bereits mehr als 107.000 Besucher gezählt worden, sagte der Minister. Insgesamt hatten zehn Bundeswehrstandorte für Interessierte geöffnet. Den jährlichen Bundeswehrtag gibt es seit 2015. Im vergangenen Jahr hatte die Bundeswehr insgesamt rund 280.000 Interessierte registriert.

Bundeskanzler Friedrich Merz besuchte den Luftwaffenstützpunkt Laage bei Rostock. "Unsere Soldatinnen und Soldaten sorgen dafür, dass wir im Hier und Heute verteidigungsbereit sind. Sie können sich auf unsere Unterstützung verlassen - am Tag der Bundeswehr und an jedem anderen Tag", teilte der anschließend auf X mit.

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Bundeskanzler Merz beuschte der Luftwaffengeschwaders 73 "Steinhoff" in Laage. (Foto: picture alliance/dpa)

In Laage werden die Eurofighter-Piloten der Luftwaffe ausgebildet. Rund 1000 Soldatinnen und Soldaten sind dort stationiert. Zu sehen waren dort unter anderem Transportflugzeuge vom Typ A400M. Das Programm in Neubiberg hatte die Bundeswehr-Uni organisiert. Es wurden entsprechend akademische Angebote vorgestellt, aber auch Militärfahrzeuge, Fluggerät und Fallschirmsprünge vorgeführt. Auch andere Standorte wie Eckernförde, Nordholz und Munster öffneten ihre Tore. 

Angesichts der Bedrohung durch Russland und die in der Folge geänderten Nato-Ziele soll die Bundeswehr größer werden. So soll die aktive Truppe auf 260.000 Männer und Frauen wachsen. Ende des ersten Quartals waren es rund 185.000. Seit 1. Januar gilt das neue Gesetz für den neuen Wehrdienst auf freiwilliger Basis. Alle Männer und Frauen, die volljährig werden, erhalten Fragebögen, um Eignung und Motivation für die Bundeswehr zu erheben. Junge Männer müssen den Bogen verpflichtend ausfüllen, für junge Frauen ist dies freiwillig.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa/AFP