Politik

Schmerzhafter Irrtum auf Mai-Demo Polizisten verprügeln Kollegen

Bei der traditionellen Demonstration der linken Szene am 1. Mai in Berlin geraten Zivilpolizisten zwischen die Fronten. Kollegen in Uniform verpassen den beiden Männern Faustschläge und gehen mit Pfefferspray auf sie los. Die Beamten erstatten Anzeige, das LKA ermittelt.

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Diese Herren sind unschwer als Polizisten zu erkennen.

(Foto: dpa)

In Berlin ermittelt die Kriminalpolizei in einem ungewöhnlichen Fall: Bei der Demonstration am 1. Mai in Berlin-Kreuzberg sollen Polizisten in Uniform Kollegen in Zivil mit Pfefferspray und Faustschlägen verletzt haben. Wie aus dem Polizeibericht hervorgeht, erstatteten zwei Angehörige der Bereitschaftspolizei Anzeige. Es gehe um den "Verdacht der Körperverletzung".

Die beiden Beamten waren demnach am Abend des 1. Mai zivil gekleidet am Kottbusser Tor im Einsatz, "als sie plötzlich von Pfefferspray getroffen und durch Faustschläge im Gesicht verletzt wurden". Die beiden Polizisten erlitten Augenreizungen und Prellungen. Dem Bericht nach sollen weitere sechs Polizeibeamte durch Reizgas verletzt worden sein. Das Strafermittlungsverfahren werde durch die zuständige Fachdienststelle des Landeskriminalamtes "mit Priorität bearbeitet".

Der 1. Mai in Berlin war nach Einschätzung der Polizei vergleichsweise friedlich verlaufen. Gegen 14 mutmaßliche Randalierer wurden Haftbefehle erlassen, zehn von ihnen werden aber von der Haft verschont, wie die Polizei mitteilte. Knapp 100 Polizisten wurden verletzt, die meisten von ihnen leicht. In der Walpurgisnacht und am 1. Mai wurden insgesamt 161 Randalierer festgenommen. Im Vorjahr hatte es 490 Festnahmen gegeben.

Quelle: n-tv.de, dpa

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