Politik

Trumps Wunsch-Arbeitsminister Puzder beschäftigte illegale Einwanderin

FILE - In this Nov. 19, 2016 file photo, President-elect Donald Trump walks Labor Secretary-designate Andy Puzder from Trump National Golf Club Bedminster clubhouse in Bedminster, N.J. Puzder said Tuesday, Feb. 7, 2017, that a housekeeper he had previously employed at his home was an undocumented worker, potentially complicating his efforts to get confirmed.  (AP Photo/Carolyn Kaster, File)

Andrew Puzder (rechts außen) ist bei Demokraten unbeliebt, weil er sich gegen einen einheitlichen Mindestlohn in den USA ausspricht.

(Foto: AP)

Ausgerechnet der designierte US-Arbeitsminister fliegt mit dieser Geschichte auf: Andrew Puzder beschäftigte früher ein Hausmädchen, das sich illegal in den USA aufhielt. Der Unternehmer gibt sich reumütig - und könnte dennoch in der Anhörung im Senat scheitern.

Donald Trumps Kandidat für den Posten des Arbeitsministers, Andrew Puzder, hat eine Frau ohne gültige Aufenthaltspapiere als Hausangestellte beschäftigt. Er habe nicht gewusst, dass sie sich nicht legal in den USA aufgehalten habe, hieß es in einer Stellungnahme Puzders, aus der mehrere US-Medien übereinstimmend zitierten.

"Als ich von ihrem Status erfahren habe, haben wir das Beschäftigungsverhältnis sofort beendet und ihr Unterstützung dabei angeboten, einen legalen Status zu bekommen." Die Steuern habe er nachgezahlt.

Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Wunsch-Kabinettsmitglied eines Präsidenten wegen ähnlicher Vorgänge auf dem Weg ins Amt stolpert. 1993 etwa warf Zoe Baird, die von Bill Clinton als Justizministerin nominiert worden war, das Handtuch. 2004 erwischte es den von George W. Bush als Heimatschutzminister aufgestellten Kandidaten Bernard Kerik.

Ross kam mit so einer Geschichte durch

Es kann aber auch anders laufen: Trumps Handelsminister Wilbur Ross sagte während seiner Senatsanhörung im Januar, er habe kürzlich eine Haushaltshilfe entlassen, nachdem sich herausgestellt habe, dass keine Arbeitserlaubnis vorhanden gewesen sei. Der zuständige Senatsausschuss bestätigte Ross' Nominierung.

Puzders Nominierung ist unter Demokraten und Aktivisten umstritten. Der Chef der Burgerkette CKE Restaurants gilt als Gegner eines staatlichen Mindestlohns von mehr als neun Dollar (rund 8,50 Euro) pro Stunde, weil dies der Rentabilität schade.

Der Senat muss der Personalie zustimmen. Puzder hat bislang aber nicht einmal eine Anhörung bekommen, weil der zuständige Ausschuss Angaben über seine Finanzen haben will.

CKE Restaurants ist das Dachunternehmen für die Burgerketten Carls Jr. und Hardee's. Der Konzern hat rund 75.000 Beschäftigte in den USA und etwa 100.000 in 40 Ländern und US-Territorien weltweit.

Quelle: n-tv.de, jog/dpa/rts

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