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Beschuss mit Raketen Rebellen attackieren Bundeswehr-Camp in Mali

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Erst vor einer Woche war ein Bundeswehrkonvoi in Gao beschossen worden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Mission in Mali gilt als der derzeit gefährlichste Einsatz der Bundeswehr. Bei Angriffen auf Uno- und EU-Truppen sterben mehrere Soldaten. Deutsche sind nicht unter den Opfern, geraten aber unter schweren Beschuss.

Bei einem Angriff auf ein EU-Militärcamp im Süden Malis, in dem auch die Bundeswehr stationiert ist, sind zwei malische Soldaten getötet worden. Drei weitere Militärangehörige und ein Zivilist wurden verletzt, wie das malische Sicherheitsministerium in Bamako berichtete. Deutsche kamen laut Bundeswehr nicht zu Schaden. Mutmaßlich islamistische Aufständische griffen das Camp "Gecko" nahe der Stadt Koulikoro am frühen Morgen mit Raketen, Handfeuerwaffen sowie mit Sprengstoff beladenen Autos an.

Bundesaußenminister Heiko Maas will das Feldlager während einer fünftägigen Reise durch Westafrika besuchen, die der SPD-Politiker am Sonntag antrat. Erste Station ist Sierra Leone. Anschließend geht es weiter in die Krisenländer Burkina Faso und Mali, die von islamistischen Gruppierungen terrorisiert werden. In Mali sind rund 800 deutsche Soldaten an einer UN-Friedenstruppe und rund 160 Soldaten an einer EU-Mission zur Ausbildung der malischen Streitkräfte beteiligt.

Mit der Reise will der Außenminister das deutsche Engagement bei Friedenssicherung und Konfliktprävention hervorheben - auch vor dem Hintergrund der aktuellen Mitgliedschaft Deutschlands im UN-Sicherheitsrat. "Wir haben in Deutschland und Europa großes Interesse daran, den Ländern dabei zu helfen, ihre Schwierigkeiten zu überwinden", sagte er vor seiner Abreise.

Bei einem anderen Angriff in Mali waren erst am Samstag drei Blauhelm-Soldaten aus Guinea getötet und ein weiterer verletzt worden. Die Soldaten gehörten zur UN-Mission Minusma, an der sich die Bundeswehr mit rund 800 Soldaten beteiligt. 

Erst vor genau einer Woche war ein Konvoi der Bundeswehr bei Gao im Norden des Landes beschossen worden. Täter waren wohl in dem Fall malische Streitkräfte, die eigentlich mit der UN-Mission zusammenarbeiten. Die deutschen Soldaten blieben unverletzt.   Vor allem im Norden des Landes sind zahlreiche Gruppen islamistischer Extremisten aktiv, weshalb Minusma als einer der gefährlichsten Blauhelm-Einsätze gilt. Seit dem Start der Mission 2013 sind in Mali bereits mehr als 100 UN-Soldaten getötet worden.

Quelle: n-tv.de, mbo/dpa

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