Politik

Angst vor Drohnen Regierung will Flughäfen besser schützen

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2018 wurden 158 Fälle gemeldet, in denen sich Flugzeugpiloten von einer Drohne behindert fühlten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bislang dürfen Drohnen hierzulande in einem Umkreis von 1,5 Kilometer um Flughäfen nicht fliegen. Dennoch gefährden die Fluggeräte nach Angaben der Flugsicherung immer häufiger die Flugsicherheit. Dagegen will die Bundesregierung nun vorgehen.

Risiken durch Drohnen im Flugverkehr alarmieren die Bundesregierung. Das Bundesverkehrsministerium hat die Deutsche Flugsicherung (DFS) in Langen mit einem Aktionsplan zur Kontrolle und Abwehr von Drohnen beauftragt, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Die Behörde, die den Flugverkehr in Deutschland kontrolliert, soll demnach eine "systematische Drohnendetektion" an Flughäfen sicherstellen.

"Aus Sicht des Verkehrsministeriums stellt der Betrieb von unbemannten Flugsystemen in Flugplatznähe ein erhebliches Risiko für die Sicherheit des Flugbetriebs dar", erklärt die DFS auf Anfrage der Zeitung. Ausschlaggebend sei "die steigende Zahl der Drohnensichtungen in unmittelbarer Umgebung von Flughäfen" und "jüngste Ereignisse, bei denen unbemannte Flugsysteme den Verkehr an Flugplätzen zeitweise sogar zum Erliegen gebracht haben", erklärte ein Sprecher. Die Zeit drängt offenbar: Der Plan soll bereits bis zum 30. September stehen.

Geprüft wird den Angaben zufolge, ob sich eine 18 Kilometer große Verbotszone um Flughäfen einrichten lässt. Ein Bereich bis 1300 Meter Höhe könnte dann von der Flugsicherung kontrolliert werden. Bundes- oder Landespolizei wären dafür verantwortlich, Drohnen in kritischen Situationen vom Himmel zu holen.  Offen ist noch, wer solche Einsätze bezahlt. Denn die Flughäfen fühlen sich für derartige Korridore über das eigentliche Gelände hinaus nicht in erster Linie verantwortlich.

Bislang dürfen Drohnen in einem Umkreis von 1,5 Kilometer um Flughäfen nicht fliegen. Nach Angaben der Flugsicherung gefährden Drohnen dennoch immer häufiger die Flugsicherheit. 2018 wurden 158 Fälle gemeldet, in denen sich Flugzeugpiloten von einer Drohne behindert fühlten – 80 Prozent mehr Vorfälle als im Jahr zuvor. Doch die Kontrolle fällt schwer. Denn mit gängigen Radarsystem des Flugverkehr sind die kleinen Geräte nicht aufzuspüren. Auch ein System zur Registrierung oder ein Funksignal, damit Behörden schnell und elektronisch prüfen können, zu wem sie gehören, gibt es bislang nicht.

Quelle: n-tv.de, bad