Politik

Merkels Sicherheit in Athen Regierungsseiten gehackt

Anonymus lässt grüßen: Die Hacker-Gruppe hat sich im Kurznachrichtendienst Twitter zu dem Angriff auf das britische Innenministerium bekannt.

Anonymus lässt grüßen: Die Hacker-Gruppe hat sich zu dem Cyber-Angriffen bekannt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Das Hacker-Kollektiv Anonymus ist erzürnt über das Polizei-Großaufgebot, dass für die Sicherheit Merkels in Athen sorgen soll. Die griechische Regierung erinnere mit diesem Vorgehen an die Praktiken der früheren Militärdiktatur, sagt die Gruppe und und legt kurzerhand mehrere Regierungsseiten lahm.

Kurz vor dem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Athen haben Hacker mehrere Internet-Seiten der griechischen Regierung ins Visier genommen. Die Gruppe Anonymous brüstete sich auf Twitter mit den Angriffen und begründete die Cyber-Attacken mit dem angekündigten Großaufgebot der Polizei zur Absicherung des Besuchs von Merkel. Die griechische Regierung erinnere mit diesem Vorgehen an die Praktiken der früheren Militärdiktatur, kritisierte das Hacker-Netzwerk auch in einer auf YouTube veröffentlichten Botschaft.

Das Ausmaß der Hacker-Angriffe blieb zunächst unklar. Am Montagabend konnten mehrere Regierungsseiten im Netz vorübergehend nicht aufgerufen werden. Betroffen waren unter anderem die Homepages der Polizei und des Justizministeriums. Die Polizei teilte mit, sie prüfe derzeit noch, wer hinter den Hackerangriffen stecke.

Weil Gewerkschaften und linke Parteien Proteste gegen die Sparpolitik und die Kanzlerin angekündigt haben, findet Merkels Besuch unter enormen Sicherheitsvorkehrungen statt. Mehr als 6000 Polizisten sollen dafür sorgen, dass die Treffen Merkels mit Ministerpräsident Antonis Samaras, Präsident Karolos Papoulias sowie Unternehmern störungsfrei verlaufen. Bereits am Montag demonstrierten mehrere Tausend Menschen gegen den Besuch der Kanzlerin.

Quelle: n-tv.de, rts