Politik
Sigmar Gabriel macht wohl  irgendwas falsch.
Sigmar Gabriel macht wohl irgendwas falsch.(Foto: dpa)
Mittwoch, 08. August 2012

Bundeskanzler nicht der richtige Job: SPD-Anhänger lehnen Gabriel ab

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Die SPD will noch lange warten, bis sie sich für einen Kandidaten entscheidet, den sie bei der Bundestagswahl im nächsten Jahr gegen Amtsinhaberin Merkel ins Rennen schickt. Vielleicht auch, weil der Mann mit dem Zugriffsrecht auf die Position bei den eigenen Anhängern schlecht dasteht: Parteichef Sigmar Gabriel.

Normalerweise stehen Anhänger einer Partei hinter den Führungsköpfen. Und sie setzen darauf, dass diese in der Politik möglichst viel zu sagen haben. Ist das nicht der Fall, gibt es ein Problem. SPD-Chef Sigmar Gabriel hat so eines. Laut der jüngsten Forsa-Umfrage für "Stern" und RTL lehnt ihn die Mehrheit der SPD-Anhänger als Kanzler ab. Im Direktduell mit Amtsinhaberin Angela Merkel würden sich nur 34 Prozent der SPD-Anhänger für Gabriel entscheiden – die Kanzlerin bekäme die Stimmen von 46 Prozent. Für die beiden anderen potenziellen sozialdemokratischen Kandidaten sieht das anders aus: Frank-Walter Steinmeier und Peer Steinbrück haben mit jeweils weit mehr als 50 Prozent Zustimmung bei den SPD-Anhängern die Nase gegenüber Merkel vorn.

Parteiunabhängig ist Merkel nicht zu bremsen. In allen denkbaren Duellen wäre sie die klare Siegerin. Merkel liegt in der Kanzlerpräferenz der Bundesbürger 20 Prozentpunkte vor Steinmeier (-1), weiterhin 23 vor Steinbrück und 43 vor Gabriel (+1).

Die Stärke der Kanzlerin könnte mit ihrem Management in der Euro-Krise zusammenhängen. Die Mehrheit der Bundesbürger ist nämlich der Meinung, dass die Bundesregierung sich ausreichend für den Erhalt des Euro einsetzt. Nur 30 Prozent sind der Ansicht, dass mehr getan werden müsse. Selbst die Anhänger aller Oppositionsparteien sind mehrheitlich der Meinung, die Regierung  sei aktiv genug.

Bei der Sonntagsfrage gibt es unterdessen im Vergleich zur Vorwoche nur wenig Bewegung. Das schwarz-gelbe Lager liegt mit zusammen 41 Prozent weiterhin 2 Prozentpunkte vor Rot-Grün mit 39 Prozent. Die CDU/CSU käme auf 36, die FDP auf 5 Prozent. Die SPD verliert 1 Punkt und liegt nun bei 26 Prozent, während die Grünen 1 Punkt gewinnen und bei 13 Prozent landen. Die Linkspartei stagniert mit 6 Prozent auf ihrem schlechtesten Wert des Jahres. Die Piraten holen erneut 9 Prozent.

Quelle: n-tv.de