Wunde aufgeplatzSchäuble erneut in der Klinik
Nach seiner Operation hat Finanzminister Schäuble offenbar zu früh das Krankenhaus verlassen. Danach platzte die Wunde auf. Schäuble ist daher erneut in der Klinik.
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble führt nach seiner Operation Mitte Februar seine Amtsgeschäfte weiterhin vom Bett einer Reha-Klinik aus.
Der CDU-Politiker habe nach dem Eingriff entgegen dem Rat seiner Ärzte zu früh das Krankenhaus verlassen, um an einem EU-Finanzministertreffen in Brüssel teilzunehmen und eine Rede im Bundestag zu halten, berichtete der "Spiegel". Während dieser Zeit sei die Wunde erneut aufgeplatzt. Um sich auszukurieren, könne Schäuble kaum sitzen, weil die Wunde in dieser Position nicht verheile. Mit knapp zweiwöchiger Unterbrechung befinde er sich seit dem 16. Februar in stationärer medizinischer Behandlung.
Schäubles Sprecher Michael Offer sagte dem Nachrichtenmagazin, es bestehe kein Anlass zur Sorge. Der Minister führe weiter die Geschäfte seines Ressorts. "Er telefoniert im Liegen oder er spricht mit seinen Staatssekretären oder Mitarbeitern auch am Krankenbett", sagte Offer.
Der 67-jährige Schäuble ist seit einem Attentat im Jahr 1990 querschnittsgelähmt. Im Februar war ihm erfolgreich ein Implantat eingesetzt worden, was nach Angaben seines Ministeriums für einen Rollstuhlfahrer keine ungewöhnliche Operation ist. Die Wunde war allerdings nicht wie erhofft problemlos verheilt.