Politik

"Ich stehe ziemlich weit vorne" Scholz traut sich den Kanzler zu

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Vizekanzler und Bundesfinanzminister Scholz gibt sich optimistisch.

(Foto: REUTERS)

"Deutschland braucht eine Regierung ohne CDU und CSU", sagt Vizekanzler Scholz von der SPD. Die schlechten Umfragen für seine Partei sieht er dabei gelassen und sich selbst durchaus als einen möglichen Kanzlerkandidaten.

Vizekanzler Olaf Scholz erneuert seine Zusage, die SPD nicht abermals in ein Regierungsbündnis mit der Union zu führen. "Deutschland braucht eine Regierung ohne CDU und CSU. Man merkt doch, wie die Union wie Mehltau über der Republik liegt", sagte er der "Süddeutschen Zeitung".

Trotz schlechter Umfragewerte für die SPD verteidigte Scholz das Vorhaben seiner Partei, einen Kanzlerkandidaten aufzustellen. "Alle Umfragezahlen belegen, wie volatil die politische Lage in Deutschland ist, wie rasch sich Zustimmungsraten verändern können", sagte er weiter. "Wenn wir zusammenhalten und mit geradem Rücken auf den Platz gehen, haben wir alle Chancen im Bund."

Kanzlerkandidat Scholz?

Scholz, der sich mit seiner Team-Partnerin Klara Geywitz im Wettbewerb um den SPD-Parteivorsitz befindet, betrachtet sich selbst als aussichtsreichen Kandidaten. Spitzenpolitiker seiner Partei würden in Umfragen sehr gut bewertet. "Auch ich stehe ziemlich weit vorne", so Scholz.

Scholz stellt den Mitgliedern im Falle seines Sieges in der anstehenden Stichwahl ein Ende des Abwärtstrends in Aussicht. Er verweist auf seine Erfolge als Wahlkämpfer. Seine Team-Partnerin und er stünden für eine SPD, "die sich etwas zutraut", sagte der 61-jährige Politiker. Im Rennen um die Spitze der Sozialdemokratischen Partei treten Scholz und Geywitz gegen das Team Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken an. Walter-Borjans/Esken gelten als Favoriten der Jusos um deren Chef Kevin Kühnert.

Quelle: n-tv.de, bad/rts

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