Politik
Mit diesen Codes sind die südkoreanischen Fernsehsender und Banken attackiert worden.
Mit diesen Codes sind die südkoreanischen Fernsehsender und Banken attackiert worden.(Foto: dpa)
Donnerstag, 21. März 2013

Cyberattacke auf Südkorea: Spur der Hacker führt nach China

Die Spur der Hackerangriffe auf Südkorea führt nach China. Ermittler identifizieren eine chinesische IP-Adresse als Ausgangspunkt der Angriffe auf mehrere Fernsehsender und Banken. Das heißt aber nicht, dass zwangsläufig chinesische Hacker hinter den Angriffen stecken.

Die Hackerangriffe auf mehrere Fernsehsender und Banken in Südkorea gingen von einer chinesischen IP-Adresse aus. "Unbekannte Hacker nutzten eine chinesische IP-Adresse, um die Server der sechs betroffenen Einrichtungen zu kontaktieren und die Schadsoftware zu installieren, die ihre Computer angriff", sagte Park Jae Moon von der südkoreanischen Regulierungsbehörde für Kommunikation.

Am Mittwoch waren die Computer von drei Fernsehsendern, zwei Banken sowie eines auf Nordkorea spezialisierten Anbieters von Internetdiensten teilweise oder vollständig lahmgelegt worden. Die staatliche koreanische Kommunikationskommission hob hervor, dass der Hackerangriff nicht unbedingt von China ausging, da eine chinesische IP-Adresse auch von Hackern aus anderen Ländern genutzt werden kann. Nach den Verantwortlichen des Cyber-Angriffs werde weiter gesucht, sagte Park. Allen Möglichkeiten werde nachgegangen. Ob Nordkorea hinter dem Angriff steckt ist nicht bekannt.

Seoul beschuldigt das kommunistische Nachbarland, in den vergangenen Jahren eine Reihe von Cyberangriffen auf Webseiten von Behörden und Finanzinstituten des Landes verübt zu haben.  Vor ein paar Tagen hatte Pjöngjang Südkorea und die USA für eine "anhaltende und intensive" Hackeroffensive verantwortlich gemacht, die mehrere staatliche nordkoreanische Websites fast zwei Tage lang lahmgelegt habe. Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel nahmen zuletzt deutlich zu, nachdem Pjöngjang als Reaktion auf die Verschärfung der UN-Sanktionen nach seinem dritten unterirdischen Atomtest den Nichtangriffspakt mit dem Süden aufgekündigt hatte.

Quelle: n-tv.de