Politik

Geheimniskrämerei hat ein Ende Station Bad Aibling bekommt BND-Schild

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Auf dem Gelände der Station Bad Aibling.

(Foto: dpa)

Was viele schon lange vermutet haben, ist jetzt offiziell: Die sogenannte "Fernmeldeweitverkehrsstelle der Bundeswehr" ist nichts weiter als ein Horchposten des BND, in dem wohl auch die NSA aktiv mitlauscht.

Die als Bundeswehreinrichtung getarnte Abhörstation im oberbayerischen Bad Aibling wird jetzt offiziell als Außenstelle des Bundesnachrichtendienstes (BND) geführt. Der deutsche Auslandsgeheimdienst nutzt die Anlage für die Aufklärung von Telekommunikation aus aller Welt.

Am kommenden Freitag gibt der BND seine Geheimniskrämerei auch erkennbar auf: Präsident Gerhard Schindler will die Außenstelle mit dem Namensschild "Bundesnachrichtendienst" versehen. Die Nutzung von Tarnnamen wie "Fernmeldeweitverkehrsstelle der Bundeswehr" gehöre dann der Vergangenheit an, teilte der BND mit.

Nach Darstellung des Informanten Edward Snowden sind auf dem Gelände auch Spezialisten des US-Geheimdienstes National Security Agency (NSA) aktiv. Diese hätten in der Mangfall-Kaserne eine eigene Kommunikationszentrale und eine direkte elektronische Verbindung zum NSA-Datennetz unterhalten.

Die Luftwaffe der Bundeswehr betrieb dort bis 2002 ein Flugabwehr-Raketenbataillon. Der markante Standort mit den Radarkugeln vor Alpenpanorama wurde offiziell 2004 geschlossen - aber offensichtlich vom BND weiterbetrieben.

Quelle: n-tv.de, ppo/dpa

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