Politik

Hintergrund Stichwort V-Leute

Das Führen von V-Leuten gehört zu den Aufgaben der Ermittlungsbehörden. Verbindungsmänner und -frauen sind oft bereits im kriminellen Milieu verstrickt und geben den Beamten, zu denen sie Kontakt haben, manch wertvolle Tipps. Ob und welche Vergünstigungen sie dafür bekommen, wird nur in den seltensten Fällen offen gelegt. Auch über die Zahl der für die verschiedenen Behörden tätigen V-Leute gibt es keine Angaben.

Der Umgang mit V-Leuten setzt seitens der Ermittler viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl voraus. Die Tippgeber ihrerseits gehen das Risiko ein, die Rache des Milieus auf sich zu ziehen, falls sie enttarnt werden.

Nicht zu verwechseln ist der Begriff des V-Mannes mit dem des verdeckten Ermittlers: Letzterer ist ein Polizeibeamter, der mit Hilfe einer erfundenen Geschichte oder Identität gezielt in das kriminelle Milieu eingeschleust wird. Speziell ausgewählte, in der Regel von den Landeskriminalämtern geführte Polizisten sollen so weit wie möglich in die Struktur einer Organisation vordringen, Informationen liefern oder die Festnahme hochrangiger Mitglieder indie Wege leiten.

Die Betroffenen gehen dabei ein hohes Risiko ein: Sie können einerseits enttarnt werden. Andererseits birgt ihr Einsatz die Gefahr, dass sie sich selbst strafbar machen müssen, um ihre Tarnung nicht auffliegen zu lassen.

Quelle: n-tv.de