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Detonation im Gottesdienst Tote bei Explosion in philippinischer Kirche

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Die Philippinen sind hauptsächlich katholisch geprägt.

(Foto: dpa)

Gläubige feiern im südphilippinischen Jolo in einer Kathedrale einen Gottesdienst. Dann gibt es zwei Explosionen - Menschen sterben. Gemutmaßt wird, dass das Ergebnis einer Volksabstimmung Motiv für den Angriff gewesen sein könnte.

Durch zwei Explosionen in und vor einer katholischen Kirche im unruhigen Süden der Philippinen sind während eines Gottesdienstes mindestens 27 Menschen getötet worden. Dutzende weiterer Menschen wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte. Die erste Explosion habe sich während einer Messe im Inneren der Kathedrale in der Stadt Jolo in der Provinz Sulu ereignet, die zweite auf einem Parkplatz vor dem Gotteshaus, als Sicherheitskräfte eingetroffen seien, sagte der regionale Militärsprecher Gerry Besana. Ein Motiv für den Angriff wurde noch nicht bekannt gegeben.

Jolo liegt rund 1000 Kilometer südlich von der Hauptstadt Manila. Der Chef der nationalen Polizei, Oscar Albayalde, sagte dem Manila-Radiosender DZMM: "Wir wissen nicht, ob die Zahl der Todesopfer noch steigen wird." Ein Motiv sei bislang nicht herausgefunden worden, es werde in alle Richtungen ermittelt. Besana sagte, zunächst würden die Sprengstoffe analysiert, um dann Rückschlüsse auf die Täter ziehen zu können. Bei den Toten handelt es sich laut Polizei um 14 Zivilisten und sieben Soldaten.

Muslime fühlen sich von Regierung vernachlässigt

Verteidigungsminister Delfin Lorenzana verurteilte den Angriff und betonte, die Täter würden gejagt. Alle Kirchen und öffentlichen Plätze würden gesichert, um mögliche Angriffe zu vereiteln. Unklar war, ob der Angriff mit dem Ergebnis einer Volksabstimmung in der südlichen Region Mindanao zusammenhängen könnte. Am Freitag hatte die Wahlkommission bekannt gegeben, dass dort der Bildung einer neuen muslimischen autonomen Einheit, der Region Bangsamoro, zugestimmt worden sei.

Das Gesetz zur Schaffung dieser Region war eine Schlüsselbestimmung in einem Friedensabkommen, das zwischen der philippinischen Regierung und der größten muslimischen Rebellengruppe, der Moro Islamischen Befreiungsfront, im Jahr 2014 geschlossen worden war.

Auf den katholisch geprägten Philippinen stellen Muslime mit einem Bevölkerungsanteil von weniger als zehn Prozent eine Minderheit dar. Sie haben der Regierung in der Vergangenheit mehrfach Vernachlässigung vorgeworfen.

Quelle: n-tv.de, wne/dpa

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