Politik

Bewertung des Nordkorea-Gipfels Trump beklagt mangelnde Anerkennung

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US-Präsident Trump spricht vor dem Weißen Haus mit Reportern.

(Foto: AP)

In der Welt von US-Präsident Trump ist klar: Sein Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim war ein voller Erfolg. Dass die Mehrheit der US-Bürger skeptischer ist, hält er für einen Affront. Auf Twitter macht er seinem Ärger Luft.

US-Präsident Donald Trump ist der Meinung, dass er für den Nordkorea-Gipfel mit dem Machthaber Kim Jong Un in den USA zu wenig Anerkennung erfährt. Der Abrüstungs-Deal mit Nordkorea werde überall in Asien gelobt und gefeiert, schrieb er in einer Serie von Nachrichten auf Twitter. In den USA aber würden viele den Deal lieber scheitern sehen, als ihm einen Erfolg zu gönnen.

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Fakt ist, dass die USA und Nordkorea bei dem Gipfel in Singapur keine atomare Abrüstung vereinbart haben. Das von Trump und Kim unterzeichnete Papier ist lediglich eine Absichtserklärung, die inhaltlich weit hinter früheren Vereinbarungen der USA mit Nordkorea und anderen Ländern zurückbeleibt. Dafür wird Trump in den USA kritisiert. Auch in seiner eigenen Partei sind die Reaktionen auf den Gipfel noch immer verhalten.

In einer Umfrage des Senders ABC und der "Washington Post" gaben 55 Prozent der befragten US-Amerikaner an, für eine positive Bewertung des Gipfels sei es zu früh. Auf Trumps mehrfach verkündete Einschätzung, Nordkorea stelle dank ihm keine nukleare Bedrohung mehr dar, reagierte eine Mehrheit der Befragten mit: "Abwarten".

Trump dagegen ist überzeugt, dass die Vereinbarung mit Kim wahrscheinlich Millionen und Abermillionen Menschen das Leben retten werde. Er wiederholte auf Twitter seine Ankündigung, die gemeinsamen Militärmanöver mit Südkorea während der Verhandlungsphase auszusetzen. Diese Forderung hatte Verbündete wie Südkorea, aber Berichten zufolge auch das Pentagon überrascht.

Den Medien warf Trump vor, die Gipfelerklärung in einer koordinierten Aktion schlecht zu reden. Dabei hätten die USA "so viel für den Frieden in der Welt bekommen und noch mehr wird in den Endrunden dazukommen", schrieb der US-Präsident. Was genau er damit meint, führte Trump nicht aus. Er versucht bereits seit Tagen mit allen Mitteln, den Singapur-Gipfel in einem möglichst positiven Licht darzustellen.

Quelle: n-tv.de, chr/dpa

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